NKE
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 15,76 € | 299,33 € |
| 5 | 31,50 € | 283,59 € |
Dank des Linienkontakts der zylindrischen Rollen bewältigt die Konstruktion erhebliche Radiallasten. NKE Steyr fertigt das einreihige Lager in Normaltoleranz (P0/PN bzw. ABEC 1) mit normaler Radiallagerluft. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtungen handelt, erfolgt die Schmierung über das umgebende Gehäusesystem.
Als Loslager der Bauform NU nimmt diese Ausführung rein radiale Kräfte auf. Der Innenring besitzt keine Borde und lässt sich beidseitig herausnehmen. Dadurch gleicht das Lager axiale Längenänderungen der Welle, die durch thermische Ausdehnung entstehen, spannungsfrei im Inneren aus. Typische Einsatzfelder finden sich im Maschinenbau bei Konstruktionen, bei denen starre Wellenlagerungen hohe Radialkräfte fordern und axiale Verschiebungen zulassen müssen.
Der integrierte Messingkäfig führt die Zylinderrollen und hält anspruchsvollen Betriebsbedingungen stand. Gegenüber Stahlblech- oder Kunststoffkäfigen zeigt Messing eine hohe Festigkeit bei Schwingungen und Stoßbelastungen. Das Lager ist für einen Temperaturbereich von -30 bis +150 °C ausgelegt. Da der Außenring weder Schmiernut noch Schmierbohrung aufweist, muss die Zufuhr von Schmierstoff direkt axial oder über die Gehäusekonstruktion vorgesehen werden.
Das Lager verfügt über eine Bohrung von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm sowie eine Breite von 46 mm. Diese Hauptabmessungen definieren den erforderlichen Bauraum auf der Welle sowie in der Gehäusebohrung.
Die Bauform NU kennzeichnet ein Loslager, bei dem der Außenring zwei feste Führungsborde besitzt, während der Innenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch lässt sich der Innenring beidseitig axial herausnehmen. Diese Eigenschaft erleichtert die Montage und ermöglicht den zwangfreien Ausgleich wärmebedingter Wellendehnungen im Lagerbetrieb.
Der Messingkäfig hält die zylindrischen Rollen auf gleichmäßigem Abstand und verhindert deren Berührung untereinander. Messing zeichnet sich durch Formstabilität, Notlaufeigenschaften sowie mechanische Robustheit aus. Dadurch bewährt sich dieser Werkstoff vor allem bei Vibrationen, schnellen Drehzahlwechseln und anspruchsvollen Industrieumgebungen.
Für dieses Lager ist ein zulässiger Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 °C ausgewiesen. Die thermische Einsatzgrenze wird durch die Maßhaltigkeit der Wälzkörper und Ringe sowie den verwendeten Schmierstoff bestimmt. Bei der Auslegung sollte darauf geachtet werden, dass das gewählte Schmiermittel für diese Spanne geeignet ist.
Das Lager besitzt keine integrierten Dichtscheiben und ist offen ausgeführt. Der Außenring weist zudem keine Nut oder Schmierbohrung auf. Folglich muss die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit über die umgebende Konstruktion erfolgen, während die Schmierstoffversorgung mit Öl oder Fett axial in den Lagerraum geleitet wird.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das interne radiale Spiel zwischen den Rollen und den Laufbahnen im messkraftfreien Neuzustand. Sie ist auf Standardpassungen von Welle und Gehäuse ausgelegt, sodass sich nach dem Aufpressen der Ringe im laufenden Betrieb ein gleichmäßiger Lauf ohne unzulässige Vorspannung einstellt.
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