FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 2 | 168,84 € | 3.207,89 € |
| 3 | 337,67 € | 3.039,06 € |
Das Zylinderrollenlager NU1060 -M1-C3 von FAG bietet mit 300 mm Bohrung hohe radiale Belastbarkeit und thermische Ausgleichsmöglichkeiten bei Schwerlastlagerungen.
Das einreihige Zylinderrollenlager NU1060 -M1-C3 nimmt als offenes Großlager beträchtliche Radialkräfte im industriellen Maschinenbau auf. Die Konstruktion besitzt feste Borde am Außenring, während der Innenring bordlos und beidseitig herausnehmbar ausgeführt ist. Diese Eigenschaft ermöglicht im Betrieb den zwangfreien Längenausgleich von Wellen gegenüber dem Gehäuse. FAG fertigt dieses Wälzlager in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) mit einem Messingkäfig, der die Rollen auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen führt.
Die Bauform dient vorrangig als Loslagerung für schwere Wellen, bei denen thermische Längenausdehnungen ohne axiale Verspannungen aufgenommen werden müssen. Der Einsatz erfolgt typischerweise in schwer belasteten Industrieanwendungen mit reiner Radialkraftaufnahme. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, ist eine Einbindung in das Schmiersystem der Gehäusekonstruktion erforderlich, ausgelegt für Ölschmierung oder regelmäßige Nachschmierung im Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad.
Die Ausführungsvariante M1 kennzeichnet einen massiven Messingkäfig, der Vibrationen dämpft und mechanische Stoßbelastungen aufnimmt. Die erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht Maßänderungen aus, die durch feste Passungen oder Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring entstehen. Dadurch bleibt der freie Rollenlauf auch bei Erwärmung im Betrieb erhalten. Da der Außenring ohne Nut und Schmierbohrung ausgeführt ist, erfolgt die Schmiermittelzufuhr konstruktiv über die benachbarten Gehäusekomponenten.
Das Lager verfügt über eine Bohrung von 300 mm, einen Außendurchmesser von 460 mm und eine Breite von 74 mm. Diese Dimensionen definieren ein einreihiges Großlager für erhebliche Radiallasten. Prüfen Sie vor dem Einbau den verfügbaren Bauraum an Ihrer Welle und im Gehäuse.
Die Bauform NU kennzeichnet ein Loslager mit zwei festen Borden am Außenring und einem bordlosen Innenring. Der Innenring lässt sich beidseitig herausziehen. Dadurch gleicht das Lager betriebsbedingte Längsverschiebungen der Welle zwangfrei innerhalb der Laufbahn aus und erleichtert zudem die getrennte Montage beider Lagerringe.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine größere Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum verhindert, dass sich das Lager bei betriebsbedingter Erwärmung oder durch feste Passungsübermaße an Welle und Gehäuse verspannt. Die Wälzkörper behalten so stets den erforderlichen Freilauf für eine gleichmäßige Lastverteilung.
Der M1-Käfig besteht aus massivem Messing und führt die zylindrischen Rollen präzise auf Abstand. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit, gute Notlaufeigenschaften und Elastizität gegenüber Schwingungen aus. Diese Käfigart eignet sich besonders für Großlager, bei denen erhebliche Flieh- und Beschleunigungskräfte auf das Führungselement einwirken.
Das Zylinderrollenlager ist für Umgebungstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieser Spanne behalten die metallischen Werkstoffe ihre Formstabilität. Schmiermittel und Dichtungen der Anschlusskonstruktion müssen diesen thermischen Einsatzbereich ebenfalls abdecken, da offene Lager über das bauseitige Schmiersystem versorgt werden.
Dieses offene Lager besitzt keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Eine externe Gehäuseabdichtung schützt die Rollen vor Verschmutzung und Feuchtigkeit. Da der Außenring keine Schmierbohrung aufweist, erfolgt die Zuführung von Schmierfett oder Schmieröl seitlich über die Anschlusskonstruktion der umgebenden Bauteile.
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