NKE
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Das vollrollige Zylinderrollenlager NCF3020 -V von NKE Steyr (100x150x37 mm) nimmt sehr hohe Radialkräfte auf und dient als Stützlager mit axialem Verschiebeweg.
Das Zylinderrollenlager NCF3020 -V ist als einreihiges Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen konzipiert, bei denen hohe radiale Tragfähigkeit im Vordergrund steht. Als offene Bauform ohne integrierte Dichtung lässt sich das Lager direkt in bestehende Schmiersysteme einbinden. Die Fertigung erfolgt in der normalen Toleranzklasse P0/PN (entspricht ABEC 1) und mit normaler Radiallagerluft, was einen zuverlässigen Rundlauf bei standardisierten Passungen unterstützt.
Dieses Radialrollenlager kommt vorrangig dort zum Einsatz, wo schwere radiale Belastungen auftreten und Wellendehnungen ausgeglichen werden müssen. Durch die Einstufung als Stützlager ermöglicht die Konstruktion einen definierten axialen Verschiebeweg der Welle gegenüber dem Gehäuse. Gleichzeitig stützt das Lager geringe axiale Führungskräfte in einer Richtung ab. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau bei Lagerungsanordnungen mit hohen Radialkräften.
Im Gegensatz zu Lagern mit Käfig nutzt diese Ausführung den gesamten Umfang für Zylinderrollen. Der Verzicht auf den Käfig erlaubt eine maximale Rollenanzahl, was die Belastbarkeit gegenüber radialen Kräften steigert. Der Außenring kommt ohne Nut und Schmierbohrung aus, sodass die Zufuhr von Schmierstoff über das umgebende Gehäuse erfolgt. Durch den Einsatzbereich von -30 bis +150 Grad eignet sich die Einheit auch für thermisch anspruchsvolle Umgebungsbedingungen.
Kennzeichnend ist die Kombination aus einer einreihigen, vollrolligen Bauart und der Stützlagerfunktion. Ohne Käfig nimmt die Konstruktion eine maximale Anzahl an Rollen auf, was eine sehr hohe radiale Tragfähigkeit ermöglicht. Zudem erlaubt die Bauform einen axialen Verschiebeweg zum Ausgleich von Längenänderungen der Welle.
Der Innendurchmesser (Bohrung) beträgt 100 mm, der Außendurchmesser 150 mm und die Gesamtbreite 37 mm. Anhand dieser Dimensionen stimmen Instandhalter und Konstrukteure Lagersitze und Gehäusepassungen aufeinander ab.
Als Stützlager nimmt diese Konstruktion primär radiale Kräfte auf und lässt eine axiale Verschiebung zwischen Außen- und Innenring in bestimmten Grenzen zu. Dadurch werden temperaturbedingte Längenänderungen der Welle zwangfrei ausgeglichen, während axiale Führungskräfte in einer Richtung abgestützt werden.
Bei vollrolligen Ausführungen füllen die Wälzkörper den Laufbahnraum dicht aneinanderliegend aus. Durch den Wegfall des Käfigs finden mehr Rollen Platz, was eine besonders hohe radiale Belastbarkeit bewirkt. Diese Konstruktion eignet sich vor allem für stark beanspruchte Lagerstellen bei moderaten Drehzahlen.
Zulässig sind Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad. Innerhalb dieses Fensters bleiben Ringe und Rollen maßhaltig, vorausgesetzt, das Schmiermittel ist für den jeweiligen Temperaturbereich spezifiziert.
Da das Lager weder Dicht- noch Deckscheiben besitzt und der Außenring keine Schmierbohrung aufweist, erfolgt die Schmierung über die Anschlusskonstruktion. Schmierfett oder Schmieröl muss durch das umgebende Gehäuse direkt an die Laufbahnen und Zylinderrollen geführt werden.
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