SKF
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Das Zylinderrollenlager NU2222 ECJ/C3 von SKF nimmt als einreihiges Loslager mit 110 mm Bohrung und 200 mm Außendurchmesser hohe Radialkräfte auf.
Das Zylinderrollenlager NU2222 ECJ/C3 ist ein einreihiges Wälzlager für hohe Radialkräfte bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Mit den Abmessungen von 110 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und 53 mm Breite eignet sich diese Ausführung für schwere Wellenlagerungen im Maschinen- und Anlagenbau. Die offene Bauform ermöglicht eine flexible Schmierstoffversorgung über das Gehäusesystem. SKF stattet dieses Lager mit einer optimierten Innenkonstruktion aus, die zusammen mit dem robusten Stahlblechkäfig einen ruhigen Lauf bei Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad unterstützt.
Dieses Wälzlager dient vorrangig zur Aufnahme hoher radialer Kräfte in schwer belasteten Wellenlagerungen. Durch die Bauform NU fungiert die Einheit als reines Loslager. Der Innenring besitzt keine Borde und lässt sich beidseitig herausnehmen. Dadurch gleicht das Lager axiale Längenänderungen der Welle infolge thermischer Ausdehnung zwanglos im Lager selbst aus. Da keine axialen Kräfte übertragen werden, kombinieren Konstrukteure dieses Modell häufig mit einem separaten Festlager auf derselben Welle.
Die Zusatzbezeichnung C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Zylinderrollen und Laufbahnen ist vorteilhaft, wenn feste Passungen auf Welle und Gehäuse den Innenring aufweiten oder den Außenring verengen. Auch bei starken Temperaturunterschieden zwischen Welle und Gehäuse wirkt die C3-Luft einem Klemmen der Wälzkörper entgegen. Achten Sie bei der Konstruktion darauf, dass die Laufgenauigkeit der Klasse P6 bzw. ABEC 3 entspricht, während die Maßgenauigkeit im Standardbereich P0 liegt.
Die Ausführung weist einen Innendurchmesser von 110 mm, einen Außendurchmesser von 200 mm und eine Baubreite von 53 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in Gehäusebohrungen und auf Wellen mit entsprechenden Passungssitzen im industriellen Maschinenbau.
Der Innenring der NU-Bauform hat keine Führungsborde für die Rollen, während der Außenring beidseitig bordgeführt ist. Dies erlaubt das getrennte Montieren von Innenring auf der Welle und Außenring mit Rollensatz im Gehäuse. Zudem ermöglicht der bordlose Innenring einen ungehinderten axialen Ausgleich thermischer Wellendehnungen während des Betriebs.
Das Nachsetzzeichen ECJ steht bei SKF für eine optimierte Innengeometrie in Kombination mit einem fensterartigen Stahlblechkäfig. Der gestanzte Stahlblechkäfig führt die Zylinderrollen präzise und hält das Lagergewicht gering. Die optimierte Innenkonstruktion verbessert das Abrollverhalten und begünstigt die Verteilung des Schmierstoffs im Wälzkörperbereich.
Das Zylinderrollenlager ist für eine Betriebstemperatur von -30 bis +150 Grad ausgelegt. Da es sich um ein ungedichtetes, offenes Lager ohne temperaturkritische Kunststoffelemente handelt, bestimmt vor allem der verwendete Schmierstoff sowie die Maßstabilität der Stahlbauteile die zulässige Einsatzgrenze in der jeweiligen Lagerstelle.
Bei diesem Modell ist die Maßgenauigkeit nach Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 ausgeführt, was der gängigen Normaltoleranz entspricht. Für die Laufgenauigkeit gilt die engere Toleranzklasse P6 bzw. ABEC 3. Diese Kombination sorgt für eine verbesserte Rundlaufgenauigkeit bei Standardmaßen an den Anschlussflächen.
Da das Lager ohne integrierte Dichtungen gefertigt ist und der Außenring keine Schmierbohrung aufweist, erfolgt die Schmierung über die umliegende Gehäusekonstruktion. Je nach Drehzahl und Betriebsbedingungen kann die Lagerstelle mit Schmierfett oder über einen Ölkreislauf versorgt werden. Externe Dichtungen am Gehäuse schützen dabei vor Schmutzeintritt.
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