DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W85-110-12 BASL aus NBR dichtet rotierende Wellen mit den Maßen 85x110x12 mm gegen Schmiermittelaustritt und Schmutzeintrag ab.
Der Radial-Wellendichtring W85-110-12 BASL dichtet rotierende Wellen mit einem Durchmesser von 85 mm in industriellen Baugruppen ab. Durch den Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 12 mm passt dieses Dichtelement in standardisierte Gehäusebohrungen. Als Werkstoff kommt Nitril-Kautschuk (NBR) zum Einsatz, der für einen Temperaturbereich von -30 bis +100 °C ausgelegt ist. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine Zugfeder aus unlegiertem Stahl, die den radialen Anpressdruck auf die Wellenoberfläche aufrechterhält.
Konstruiert ist der Dichtring vor allem für rotierende Maschinenelemente an Wellendurchführungen und Lagerstellen. Die Bauform BASL verfügt über eine zusätzliche Schutzlippe, die das Eindringen von äußerem Staub und feinen Schmutzpartikeln in das Gehäuse hemmt. Gleichzeitig dichtet die federunterstützte Hauptdichtlippe das Schmiermittel im Gehäuseinneren ab. Das Bauteil eignet sich für Anwendungen mit einem Druck von maximal 0,5 bar. Damit erfüllt es die Anforderungen an drucklose oder gering druckbeaufschlagte Schmiersysteme im Maschinenbau.
Die elastomere Kautschukummantelung am Außenmantel gleicht thermische Ausdehnungen zwischen Gehäuse und Dichtring aus. Zudem erleichtert der gummierte Außendurchmesser die Montage und schont den Gehäusesitz bei Leichtmetallgehäusen. Bei geteilten oder raueren Gehäusebohrungen dichtet die Ummantelung herstellungsbedingte Unebenheiten statisch ab. Bei der Auslegung ist die Abstimmung mit dem Schmierstoff wesentlich: NBR eignet sich für mineralölbasierte Fette und Öle. Für chemisch aggressive Medien oder höhere Betriebstemperaturen über +100 °C sind gesonderte Werkstoffvarianten zu prüfen.
BASL steht für einen Radial-Wellendichtring mit Kautschuk-Außenmantel und einer zusätzlichen Schutzlippe. Während die federbelastete Hauptdichtlippe den Austritt von Schmieröl oder Schmierfett abdichtet, wehrt die vorgelagerte Staublippe Verunreinigungen von außen ab. Diese Bauart unterstützt eine lange Einsatzdauer der Dichtung in staubbehafteten Umgebungen.
Das Dichtelement besitzt einen Innendurchmesser von 85 mm für die Aufnahme auf der Welle, einen Außendurchmesser von 110 mm für den Sitz in der Gehäusebohrung sowie eine Gesamtbreite von 12 mm. Diese Abmessungen entsprechen genormten Standardgrößen für industrielle Wellenabdichtungen.
Der hier verwendete Nitril-Kautschuk (NBR, auch als Perbunan bekannt) deckt einen Einsatzbereich von -30 bis +100 °C ab. Innerhalb dieser Spanne behält das Elastomer seine Elastizität und Dichtwirkung bei üblichen Mineralölen und Schmierfetten. Bei dauerhaft höheren Betriebstemperaturen sind Sonderwerkstoffe wie FKM erforderlich.
Die Auslegung des Dichtrings erlaubt einen Druck von bis zu maximal 0,5 bar. Für höhere Systemdrücke sind Standard-Wellendichtringe nicht vorgesehen, da sich die Dichtlippe unter Überdruck verformen und schneller verschleißen kann. Für Druckanwendungen über 0,5 bar empfiehlt sich der Einsatz spezieller Druckdichtringe.
Die ringförmige Wurmfeder aus unlegiertem Stahl spannt die Dichtlippe radial auf der rotierenden Welle vor. Dadurch bleibt der nötige Anpressdruck auch bei Temperaturschwankungen und fortschreitender Alterung des Gummis erhalten. Sie sorgt dafür, dass die Dichtkante kontinuierlich an der Wellenoberfläche anliegt.
Vor dem Einpressen sollten Sie den Außenmantel und die Dichtlippe leicht benetzen, um Reibung zu mindern. Der Ring wird rechtwinklig zur Wellenachse mithilfe eines geeigneten Einpresswerkzeugs gleichmäßig in die Gehäusebohrung gedrückt. Scharfkantige Wellenübergänge sollten dabei abgedeckt werden, um Beschädigungen der Dichtlippe zu vermeiden.
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