INA
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Der Wellendichtring SD17-23-3 -A von INA schützt kompakte Wellenlagerungen mit 17 mm Durchmesser vor Schmutzeintrag und Schmierstoffaustritt.
Der Wellendichtring SD17-23-3 -A ist ein kompakter Radialdichtring in Vollkunststoff-Ausführung. Das Bauteil dichtet rotierende Wellen sowie axiale Hubbewegungen in Gehäusen ab. Durch die Kombination aus tragfähigem Polyamid und verschleißfestem PU-Elastomer arbeitet dieser Dichtring ohne metallische Zugfeder. Sie erhalten ein korrosionsbeständiges Dichtelement, das Schmierstoffe im System hält und die Lagerstelle gegen Verunreinigungen von außen abschirmt.
Konstrukteure nutzen diesen Dichtring vor allem in kompakten Bauräumen mit geringen radialen Querschnitten. Typische Einsatzfelder finden sich in elektrischen Kleinantrieben, Führungen mit Hubbewegungen sowie im allgemeinen Maschinenbau. Da der Dichtring für Druckbelastungen bis maximal 0,5 bar ausgelegt ist, dient er primär drucklosen oder druckarmen Systemen. Das temperaturbeständige PU-Elastomer deckt den Betriebsbereich von -30 bis +100 Grad Celsius ab.
Die zweilippige Ausführung vereint primäre Dichtlippe und vorgelagerte Schutzlippe in einem einzigen Bauteil. Während die Dichtlippe das Austreten von Öl oder Fett verhindert, weist die Schutzlippe feine Schmutzpartikel ab. Weil das elastische Dichtmaterial die notwendige radiale Vorspannung eigenständig aufbaut, benötigt der Dichtring keine metallische Zugfeder. Dies erleichtert die Montage. Da keine metallische Feder vorhanden ist, kann diese im Betrieb weder abspringen noch korrodieren.
Dieser Dichtring besitzt einen Innendurchmesser von 17 mm, passend für Wellen dieses Durchmessers. Der Außendurchmesser beträgt 23 mm und die Baubreite liegt bei schlanken 3 mm. Diese geringen Abmessungen erlauben den Einbau in besonders schmale Gehäusebohrungen und platzsparende Lageranordnungen.
Der Dichtring besteht aus einer Verbundkonstruktion aus Polyamid und thermoplastischem PU-Elastomer. Das formstabile Polyamid dient als stützender Tragkörper, während das elastische Polyurethan die beiden Dichtlippen bildet. Beide Kunststoffe bieten hohe Abriebfestigkeit und arbeiten unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sowie korrosiven Umgebungseinflüssen.
Zweilippige Dichtringe besitzen eine hauptsächliche Dichtlippe zur Innenseite sowie eine nach außen gerichtete Schutzlippe. Die Dichtlippe hält das Schmiermittel in der Lagerstelle. Die Schutzlippe dient als zusätzliche Barriere gegen Staub, Spritzwasser und Schmutzteilchen. Der Zwischenraum beider Lippen lässt sich bei Bedarf mit Schmierfett füllen.
Bei herkömmlichen Elastomer-Dichtringen presst eine Wurmfeder die Dichtkante auf die Welle. Das PU-Elastomer dieses Dichtrings verfügt über eine hohe Eigenelastizität, die den erforderlichen Anpressdruck ohne Feder erzeugt. Dadurch entfallen metallische Komponenten, was das Gewicht reduziert und das Risiko mechanischer Beschädigungen bei der Montage minimiert.
Der Wellendichtring SD17-23-3 -A eignet sich für Differenzdrücke von bis zu maximal 0,5 bar. Bei höheren Betriebsdrücken verformt sich die Dichtlippe, was zu erhöhtem Verschleiß und Undichtigkeiten führt. Für Druckanwendungen jenseits dieser Grenze sind spezielle Hochdruckdichtringe mit stützenden Gehäuseelementen erforderlich.
Die Materialkombination erlaubt einen Temperatureinsatz zwischen -30 und +100 Grad Celsius. In diesem Fenster bleibt das PU-Elastomer formbeständig und behält seine Dichtwirkung sowie Flexibilität. Beachten Sie bei der Auslegung, dass die Reibung an der Dichtlippe die lokale Temperatur an der Wellenoberfläche zusätzlich erhöhen kann.
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