INA
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Der Wellendichtring SD45-55-4 von INA dichtet mit den Maßen 44,46x55,55x4 mm Wellendurchführungen zweilippig ohne Zugfeder ab.
Der Wellendichtring SD45-55-4 von INA dient als kompakte Radialdichtung für Wellen mit einem Durchmesser von 44,46 mm. Das Bauteil vereint einen formstabilen Tragkörper aus Polyamid mit einem flexiblen Dichtbereich aus PU-Elastomer. Diese Kunststoffausführung kommt konstruktiv ohne metallische Zugfeder aus. Dank der geringen Einbaubreite von lediglich 4 mm eignet sich die Dichtung besonders für platzsparende Konstruktionen, bei denen konventionelle Dichtringe zu viel axialen Bauraum beanspruchen würden.
Dieser Dichtring dichtet Lagerstellen und Gehäusedurchführungen gegen Schmiermittelverlust und eindringende Verunreinigungen ab. Das Bauteil eignet sich sowohl bei rotierenden Wellen als auch bei axialen Hubbewegungen, beispielsweise als Schmutzabstreifer. Typische Einsatzfelder finden sich in kompakten Gehäusen und Wellenlagerungen des allgemeinen Maschinenbaus. Die Materialkombination ist für einen Temperaturbereich von -30 bis +100 Grad ausgelegt und widersteht Betriebsdrücken von bis zu maximal 0,5 bar in druckarmen Systemen.
Die zweilippige Konstruktion trennt Schmiermittel und Umgebung voneinander. Während die primäre Dichtlippe den Austritt von Schmierfett oder Schmieröl begrenzt, fängt die vorgelagerte Schutzlippe groben Schmutz und Staubpartikel von außen ab. Durch den Verzicht auf eine metallische Zugfeder entfällt das Risiko federbedingter Welleneinläufe. Zudem reduziert sich die Reibleistung im Kontaktbereich. Der Freiraum zwischen Dicht- und Schutzlippe nimmt vor dem Betrieb Schmierstoff zur Schmierung der Dichtlippe auf.
Das Bauteil besitzt einen Innendurchmesser von 44,46 mm für die Welle, einen Außendurchmesser von 55,55 mm für die Gehäusebohrung und eine Einbaubreite von 4 mm. Die Maße entsprechen zölligen Standardabmessungen und erlauben eine sehr schmale, platzsparende Gehäusegestaltung.
Dieser Dichtring besteht aus einer Kombination aus Polyamid und PU-Elastomer. Das Polyamid verleiht dem Tragkörper die notwendige Stabilität für den festen Sitz in der Gehäusebohrung, während das elastische PU-Material an den Dichtlippen für Anschmiegsamkeit an der Wellenoberfläche sorgt.
Die Ausführung ohne Zugfeder nutzt die materialspezifische Eigenelastizität des PU-Elastomers für die radiale Anpressung an die Welle. Dies verhindert punktuell hohe Radialkräfte, mindert den Reibungsverschleiß an der Welle und vermeidet Korrosionsrisiken einer metallischen Feder.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -30 und +100 Grad. Innerhalb dieser Spanne behalten die verwendeten Kunststoffe ihre mechanische Festigkeit und Elastizität. Für Anwendungen mit dauerhaft höheren Temperaturen oder aggressiven chemischen Medien sind alternative Dichtungswerkstoffe zu prüfen.
Der Dichtring ist für druckarme Systeme mit einer Druckbeständigkeit von bis zu maximal 0,5 bar ausgelegt. Er eignet sich vorrangig zur drucklosen Abdichtung von Schmierstoffen gegen drucklose Atmosphärenbedingungen und sollte nicht in hydraulischen Hochdruckanwendungen eingesetzt werden.
Die zweilippige Ausführung besitzt eine Dichtlippe und eine zusätzliche Schutzlippe. Die Dichtlippe hält Schmieröl oder Schmierfett im Gehäuseinneren, während die Schutzlippe das Eindringen von Staub, Abrieb und Spritzwasser von außen abwehrt. Dies verlängert die Standzeit der nachfolgenden Lagerstelle.
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