DICHTOMATIK
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Der Wellendichtring W70-90-10 B1 dichtet rotierende Wellen mit 70 mm Durchmesser und 90 mm Außendurchmesser gegen austretende Schmierstoffe ab.
Beim Wellendichtring W70-90-10 B1 handelt es sich um einen Radial-Wellendichtring zur Abdichtung rotierender Maschinenteile. Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 90 mm und einer Breite von 10 mm schließt die Dichtung Gehäuseöffnungen ab. Der Ring besteht aus NBR (Perbunan) und ist für einen Temperaturbereich von -30 bis +100 Grad ausgelegt. Eine Zugfeder aus unlegiertem Stahl unterstützt die Dichtlippe und hält die radiale Anpresskraft auf der Wellenoberfläche aufrecht.
Dieser Radial-Wellendichtring dient zur Abdichtung von rotierenden Wellen, um Schmierfett oder Schmieröl im Gehäuse zu halten. Da die Dichtung bis zu einem Druck von maximal 0,5 bar beständig ist, eignet sie sich für drucklose oder druckarme Systeme. Die Ausführung ohne Schutzlippe empfiehlt sich dort, wo keine äußere Schmutzbelastung auf die Dichtstelle einwirkt.
Diese Ausführung verfügt über eine Dichtlippe ohne zusätzliche Staub- oder Schutzlippe. Dadurch entsteht an der Welle eine geringere Reibung als bei zweilippigen Dichtringen, was die Wärmeentwicklung im Betrieb reduziert. Bei der Montage richten Sie die Dichtkante üblicherweise zum Schmierstoff hin aus. Eine saubere Gegenlauffläche auf der Welle ist wichtig, da ohne Schutzlippe kein zusätzlicher Schutz gegen Partikel von außen besteht.
Der Dichtring besitzt einen Innendurchmesser von 70 mm, passend für Wellen mit entsprechendem Durchmesser. Der Außendurchmesser beträgt 90 mm für den Sitz in der Gehäusebohrung, während die Baubreite 10 mm misst. Diese Abmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in genormte Dichtsitze im Maschinenbau.
Der Werkstoff NBR (Perbunan) deckt einen Einsatzbereich von -30 bis +100 Grad ab. Innerhalb dieser Spanne behält das Elastomer seine Elastizität und Dichtwirkung bei Kontakt mit mineralölbasierten Schmierstoffen. Für Anwendungen außerhalb dieses Temperaturfensters sind andere Elastomerwerkstoffe erforderlich.
Die Druckbeständigkeit liegt bei maximal 0,5 bar. Damit ist die Konstruktion für den drucklosen Betrieb oder sehr geringe Druckdifferenzen ausgelegt, wie sie typischerweise in öl- oder fettgeschmierten Gehäusen vorkommen. Bei höheren Betriebsdrücken sind druckfeste Spezialdichtungen mit verstärktem Profil zu wählen.
Die Zugfeder aus unlegiertem Stahl liegt in einer Nut an der Dichtlippe und erzeugt eine gleichmäßige radiale Vorspannung auf die Welle. Sie kompensiert temperaturbedingte Dehnungen des Elastomers und gleicht geringfügige Wellenbewegungen aus, sodass die Dichtkante stets am Wellenumfang anliegt.
Eine Ausführung ohne zusätzliche Staub- oder Schutzlippe wird eingesetzt, wenn der Dichtbereich durch geschlossene Gehäuse bereits vor äußerem Schmutz geschützt ist. Der Verzicht auf die zweite Lippe verringert das Reibmoment an der rotierenden Welle und senkt damit die Reibleistung sowie den Wärmeeintrag.
Vor dem Einpressen in das Gehäuse empfiehlt es sich, die Dichtlippe sowie die Wellenoberfläche leicht mit dem Betriebsöl oder Schmierfett zu benetzen. Dadurch wird Trockenlauf beim Anfahren vermieden. Eine geeignete Einpressvorrichtung hilft dabei, den Ring rechtwinklig zur Wellenachse in die Gehäusebohrung einzubringen.
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