NKE
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Vierpunktlager QJ232 -N2-MPA-C3 von NKE Steyr (160x290x48 mm): Offenes Lager mit Messingkäfig, geteiltem Innenring, Haltenuten und C3-Lagerluft für axiale Belastungen.
Das Vierpunktlager QJ232 -N2-MPA-C3 ist ein einreihiges Schrägkugellager mit geteiltem Innenring zur Aufnahme hoher axialer Kräfte in beiden Richtungen. Durch die Abmessungen von 160 mm Bohrung, 290 mm Außendurchmesser und 48 mm Breite findet diese Bauform vor allem in kompakten Maschinenkonstruktionen Verwendung. Das offene Wälzlager verfügt über einen stabilen Messingkäfig und arbeitet in einem Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad. Sie binden das Bauteil flexibel in öl- oder fettgeschmierte Gehäuse ein.
Dieses Wälzlager eignet sich vorrangig für Konstruktionen mit überwiegender Axiallast in beiden Richtungen bei gleichzeitig schmalem axialem Bauraum. Häufig fungiert es in Kombination mit einem separaten Radiallager als reines Führungslager. Dank der zwei um 180 Grad versetzten Haltenuten im Außenring fixieren Sicherungsstifte den Ring gegen unerwünschtes Verdrehen im Gehäusesitz. Der geteilte Innenring vereinfacht die Montage, da sich Außenring samt Kugelkranz und die beiden Innenringhälften separat aufpressen lassen.
Die Nachsetzzeichen MPA und C3 kennzeichnen gezielte Anpassungen an thermisch und dynamisch anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen von bis zu +150 Grad oder feste Passungen aus, ohne dass das Lager verspannt. Der geführte Messingkäfig ist auch auf starke Beschleunigungen und Schwingungen ausgelegt. Da es sich um ein offenes Lager handelt, trägt eine bauseitige Gehäusedichtung zum Schutz vor Verunreinigungen bei.
Die zwei um 180 Grad versetzten Haltenuten im Außenring dienen der formschlüssigen Verdrehsicherung. Sitzt das Lager mit radialem Spiel im Gehäuse, um ausschließlich axiale Kräfte zu führen, greifen Sicherungsstifte in diese Nuten. Dies dient dazu, ein unerwünschtes Mitdrehen des Außenrings im Gehäusesitz zu verhindern.
Ein geteilter Innenring ermöglicht durch seine Konstruktion das Einfüllen einer größeren Anzahl an Kugeln als bei ungeteilten Rillenkugellagern. Dadurch steigt die axiale Belastbarkeit in beiden Richtungen. Zudem erleichtert diese Bauart den Einbau, da sich Innenringhälften und Außenring getrennt voneinander auf Welle und Gehäuse montieren lassen.
C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur normalen Lagerluft. Dieser vergrößerte Spielraum ist vorteilhaft, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen das radiale Spiel einengen. Das Lager bleibt dadurch auch bei Wärmeeintrag leichtgängig.
Der massive Messingkäfig zeichnet sich durch hohe mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegenüber Schmierstoffzusätzen aus. Er führt die Wälzkörper präzise bei raschen Drehzahlwechseln, Stößen oder höheren Betriebstemperaturen. Damit bietet er hohe mechanische Reserven in anspruchsvollen Industrieumgebungen.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 160 mm, einen Außendurchmesser von 290 mm sowie eine Breite von 48 mm. Es entspricht der Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1) und ist für Umgebungstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt.
Ja, bei dieser Variante handelt es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben. Um das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu verhindern und Schmierstoffverlust zu vermeiden, sind in der Anschlusskonstruktion geeignete externe Gehäusedichtungen wie Wellendichtringe oder Labyrinthsysteme vorzusehen.
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