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Das Vierpunktlager QJ306 -MPA-C3 von NKE Steyr mit den Maßen 30x72x19 mm nimmt axiale Kräfte in beiden Richtungen bei geringem Bauraumbedarf auf.
Das Vierpunktlager QJ306 -MPA-C3 ist ein einreihiges Wälzlager mit geteiltem Innenring und massiver Messingführung. Durch seine Bauart nimmt dieses Lager hohe Axialkräfte in beiden Richtungen auf und beansprucht dabei wenig axialen Bauraum. Da der Außenring ohne Haltenut gefertigt ist, eignet sich die Konstruktion für kompakte Getriebe- und Maschinenkonzepte, bei denen radiale Kräfte oft separat abgestützt werden.
Dieses Wälzlager dient primär der Aufnahme wechselnder oder reiner Axialbelastungen in industriellen Antriebssträngen und Getrieben. Konstrukteure nutzen die Bauform dort, wo Wellen in beiden Axialrichtungen spielfrei oder eng geführt werden müssen. Bei separater radialer Lagerung lässt sich das Lager mit radialem Gehäusespiel montieren, sodass es als reines Axiallager fungiert.
Der zweiteilige Innenring ermöglicht die Aufnahme einer großen Anzahl an Kugeln. Das begünstigt eine hohe axiale Belastbarkeit im Vergleich zu einfachen Rillenkugellagern.
Die Ausführung mit dem Nachsetzzeichen MPA verfügt über einen außenbordgeführten Messing-Massivkäfig, der auch bei Schwingungen oder thermischer Beanspruchung formstabil bleibt. Zusammen mit der leicht erhöhten Radiallagerluft C3 gleicht das Lager betriebsbedingte Erwärmungen aus und mindert das Risiko mechanischer Verspannungen.
Das offene Lager deckt einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +150 Grad ab. Da keine integrierten Dichtungen vorhanden sind, lässt sich das Schmiermittel passend zum Gesamtsystem wählen.
Das Lager verfügt über einen Innendurchmesser von 30 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine Breite von 19 mm. Es entspricht der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 und besitzt einen ungenuteten Außenring.
Durch die Teilung des Innenrings lässt sich das Lager mit einer höheren Kugelanzahl bestücken, was die axiale Tragfähigkeit steigert. Zudem erleichtert der zweiteilige Aufbau die Montage, da Außenring mit Kugelkranz und die Innenringhälften getrennt voneinander aufgeschoben werden können.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalluft. Dieses vergrößerte Betriebsspiel wirkt einem Klemmen der Wälzkörper entgegen, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen auf der Welle vorliegen.
Ein Messing-Massivkäfig zeichnet sich durch hohe mechanische Festigkeit aus und eignet sich besonders bei Vibrationen, starken Beschleunigungen oder wechselnden Drehzahlen. Die Führung über den Außenring unterstützt einen stabilen Lauf des Kugelrings im Gehäuse.
Nein, es handelt sich um ein offenes Wälzlager ohne Dichtscheiben. Es muss über die umliegende Gehäusekonstruktion vor Schmutzeintrag geschützt und im laufenden Betrieb über ein geeignetes Schmieröl oder Schmierfett versorgt werden.
NKE AUSTRIA GmbH
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