DICHTOMATIK
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Der V-Ring V12 S ist eine axiale Wellendichtung aus NBR mit 10,5 mm Bohrung und verstärktem Versteifungskörper für rotierende Wellen.
Der V-Ring V12 S dient als elastische Axialdichtung dem Schutz von Lagerstellen vor Staub, Schmutz und Spritzwasser. Mit einem Innendurchmesser von 10,5 mm und einer Breite von 3,4 mm sitzt dieser Dichtring direkt auf der rotierenden Welle. Die flexible Dichtlippe liegt axial an einer Gegenlauffläche an und unterstützt die Dichtwirkung bei Wellenrotation. Durch den Werkstoff NBR eignet sich das Bauteil für den Kontakt mit Schmierfetten und mineralischen Ölen.
In rotierenden Wellenführungen fungiert der V-Ring V12 S als vorgeschaltete Schutzdichtung für Wälzlagerungen. Typische Einsatzbereiche finden sich an Wellen und Gehäusedurchführungen, bei denen feste Partikel oder Spritzwasser abgehalten werden sollen. Da die Dichtung mit der Welle rotiert, wirkt der Ringkörper zusätzlich als Schleuderscheibe gegen äußere Verunreinigungen. Auch bei leichten Fluchtungsfehlern oder geringen Schiefstellungen der Welle behält die axiale Dichtlippe den Kontakt zur Gegenlauffläche bei.
Die Ausführung S zeichnet sich durch einen verstärkten Versteifungskörper aus, der dem Querschnitt eine höhere Formstabilität verleiht. Dadurch behält der V-Ring V12 S auch bei dynamischer Belastung seinen Sitz auf der 10,5-mm-Welle und neigt weniger zum Verrutschen. Der Werkstoff NBR bietet eine gute elastische Rückstellung und ist auf gängige industrielle Schmierstoffe abgestimmt.
Diese Axialdichtung schützt Wälzlager und Wellendurchführungen vor dem Eindringen von Staub, Schmutzpartikeln und Spritzflüssigkeiten. Der Ring sitzt fest auf der Welle und rotiert mit dieser, wodurch Partikel durch Fliehkräfte nach außen abgewiesen werden. Gleichzeitig schirmt die elastische Dichtlippe das Lagergehäuse axial gegen äußere Umgebungseinflüsse ab.
Das Modell weist eine Bohrung von 10,5 mm für die Montage auf entsprechenden Wellen auf. Die axiale Breite der Dichtung beträgt 3,4 mm. Diese kompakte Abmessung erlaubt die Integration in Konstruktionen mit begrenztem axialem Bauraum, beispielsweise direkt vor Gehäusedeckeln oder Flanschen.
Im Unterschied zu radialen Wellendichtringen dichtet ein V-Ring axial gegen eine senkrecht zur Welle stehende Fläche ab. Der elastische Grundkörper wird mit Eigenspannung auf die Welle aufgeschoben. Bei Rotation läuft der Ringkörper mit und schleudert Verunreinigungen aktiv ab, während die Lippe mit leichtem Anpressdruck an der Gegenwand gleitet.
Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, kurz NBR oder Perbunan, zeichnet sich durch eine gute Beständigkeit gegenüber mineralölbasierten Schmierfetten, Ölen und Wasser aus. Der Werkstoff verfügt über eine hohe Elastizität und mechanische Festigkeit, was einen gleichmäßigen Anpressdruck der Dichtlippe unterstützt. Für aggressive Chemikalien kommen dagegen meist Sonderelastomere infrage.
Der verstärkte Versteifungskörper verleiht dem Ring eine gesteigerte Formsteifigkeit am Innendurchmesser. Diese Bauform wirkt einem Verkippen oder axialen Wandern der Dichtung auf der Welle während des Betriebs entgegen. Konstruktionen mit dynamischen Bewegungen profitieren von diesem stabileren Sitz auf dem Wellenzapfen.
Die axiale Lauffläche am stehenden Gehäuse sollte glatt sowie frei von Riefen und Graten sein. Eine saubere, ebene Oberfläche trägt dazu bei, den Abrieb an der Dichtlippe zu reduzieren und unterstützt die Funktion der Dichtung im laufenden Betrieb.
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