SKF
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Das Toroidalrollenlager C2220 K/C4 von SKF (100x180x46 mm) nimmt radiale Lasten auf und gleicht Fluchtungsfehler sowie axiale Wellenverschiebungen im Lager aus.
Das Toroidalrollenlager C2220 K/C4 von SKF kombiniert die winkeleinstellbare Eigenschaft eines Pendelrollenlagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollenlagers. Bei Hauptabmessungen von 100 mm Bohrung, 180 mm Außendurchmesser und 46 mm Breite fungiert dieser Wälzlagertyp als reines Loslager. Die offene Bauform verfügt über einen geführten Stahlblechkäfig und ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +200 Grad ausgelegt. Aufgrund der Fertigung in Toleranzklasse P5 (ABEC 5) weist das Bauteil eine gesteigerte Laufgenauigkeit auf.
Der Einsatz erfolgt vorwiegend in Loslagerpositionen, an denen temperatur- oder lastbedingte Längenänderungen der Welle ohne axiale Zwangsspannungen auszugleichen sind. Die tonnenförmigen Rollen ermöglichen im Innenring gleichzeitig ein Verkippen bei Wellendurchbiegungen. In Verbindung mit der erhöhten Lagerluft C4 eignet sich die Komponente für Umgebungen mit ausgeprägter Wärmeentwicklung, bei denen sich Welle und Innenring im Betrieb stärker ausdehnen als die Gehäuseteile. Das offene Lager erfordert hierbei ein externes Dichtungskonzept und eine anwendungsspezifische Schmierung.
Dieses Modell besitzt eine kegelige Bohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12. Diese Konusform erlaubt die Montage direkt auf einem kegeligen Wellensitz oder mittels Spannhülse auf zylindrischen Wellen. Beim radialen Aufschieben auf den Kegelsitz reduziert sich das radiale Betriebsspiel. Die stark vergrößerte Lagerluft C4 dient dazu, dass nach dem Aufpressen und unter Betriebswärme ein ausreichendes Restspiel verbleibt. Prüfen Sie vor dem Einbau die geforderte Toleranzklasse P5 sowie das Zusammenspiel mit dem verwendeten Schmierstoff.
Als selbstausrichtendes Loslager nimmt diese Bauart ausschließlich Radialkräfte auf. Die Geometrie der Laufbahnen und Rollen kompensiert axiale Wellendehnungen direkt im Lager, ohne dass Reibung zwischen Außenring und Gehäuse entsteht. Gleichzeitig gleicht das Lager Winkelversätze aus, wodurch unzulässige Kantenbelastungen vermieden werden.
Das Toroidalrollenlager besitzt einen Bohrungsdurchmesser von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm und eine Baubreite von 46 mm. Die Bohrung ist kegelig mit einem Standard-Kegelverhältnis von 1:12 ausgeführt, was bei der Vermessung von Wellensitz oder Spannhülse zu berücksichtigen ist.
Das Kennzeichen K beschreibt eine konische Bohrung mit einer Verjüngung von 1:12. Das Kürzel C4 steht für eine stark vergrößerte Radiallagerluft. Diese Kombination wird gewählt, da das Aufschieben auf den kegeligen Sitz die interne Lagerluft verringert und im Betrieb oft hohe thermische Differenzen auftreten.
Die Einstufung nach Toleranzklasse P5 (entspricht ABEC 5) bedeutet engere Toleranzen für Rundlauf, Breitenabweichung und Planlauf im Vergleich zur Normaltoleranz. Diese Fertigungspräzision trägt zu einer gleichmäßigen Lastverteilung auf die Wälzkörper bei und unterstützt einen vibrationsarmen Lauf bei anspruchsvollen industriellen Einsätzen.
Dank des metallischen Stahlblechkäfigs und des Verzichts auf integrierte Kunststoffdichtungen ist das Bauteil für einen Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad ausgelegt. Bei thermisch hoch beanspruchten Anwendungen ist darauf zu achten, dass auch der eingesetzte Schmierstoff für diesen Einsatzbereich freigegeben ist.
Da es sich um ein offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, muss die Abdichtung über die umgebende Gehäusekonstruktion erfolgen. Je nach Umgebungseinflüssen kommen Labyrinthdichtungen, Radialwellendichtringe oder Filzstreifen zum Einsatz, die gleichzeitig den gewählten Schmierstoff im Lagerraum halten.
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