SKF
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Das Toroidalrollenlager C2320 /C3 von SKF kombiniert Winkelbeweglichkeit mit axialer Verschiebbarkeit bei Hauptabmessungen von 100x215x73 mm und erhöhter Lagerluft.
Das Toroidalrollenlager C2320 /C3 ist ein einreihiges Rollenlager mit balligen Rollen, das Fluchtungsfehler ausgleicht und axiale Verschiebungen innerhalb des Lagers aufnimmt. In Verbindung mit der Fertigung nach Toleranzklasse P5 (ABEC 5) eignet sich diese Ausführung für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit hohen Anforderungen an die Laufgenauigkeit. Ein integrierter Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper geordnet durch den Lastbereich. Durch den Temperaturbereich von -30 bis +200 °C lässt sich das offene Lager in thermisch fordernden Umgebungen betreiben.
Dieses Lager dient bevorzugt als Loslager auf Wellen mit Durchbiegungen oder wärmebedingten Längenänderungen. Die Bauart erlaubt es, Schiefstellungen ohne axiale Zwangskräfte auszugleichen. Die Verbindung aus radialer Tragfähigkeit und den Abmessungen von 100 mm Bohrung sowie 215 mm Außendurchmesser bewährt sich bei hoch belasteten Lagerstellen. Das Wälzlager gleicht statische und dynamische Fluchtungsfehler der Lagerung zuverlässig aus.
Das Nachsetzzeichen /C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte radiale Lagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum gleicht thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen bis zu +200 °C sowie Passungsverengungen durch feste Lagersitze aus. Die Toleranzklasse P5 bietet engere Rundlauf- und Maßtoleranzen als der Normalstandard, was Schwingungen mindert. Da es sich um ein offenes Lager ohne Dichtscheiben handelt, erfordert der Einbau ein abgestimmtes Gehäusedichtungskonzept sowie eine geeignete Schmierstoffversorgung.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 100 mm, einen Außendurchmesser von 215 mm und eine Baubreite von 73 mm. Diese Abmessungen erfordern eine präzise gefertigte Welle und ein passgenaues Gehäuse, um die Vorteile der hohen Laufgenauigkeit vollständig im Betrieb umzusetzen.
Diese Bauform vereint die winkelbewegliche Eigenschaft eines Pendelrollenlagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollenlagers. Es gleicht Wellendurchbiegungen und Schiefstellungen intern aus, ohne dass axiale Zwangskräfte auf das Gehäuse wirken. Dadurch dient es vorrangig als Loslager in stark beanspruchten Baugruppen.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine größere radiale Lagerluft im Anlieferungszustand im Vergleich zur Normallagerluft. Diese Reserve wirkt einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn betriebsbedingte Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen auf Welle und Gehäuse das Betriebsspiel verengen.
Lager mit der Toleranzklasse P5 weisen reduzierte Maß- und Lauftoleranzen im Vergleich zur Normaltoleranz auf. Die verbesserte Drehgenauigkeit vermindert Schwingungen im Betrieb, was die Laufruhe der gesamten Lagerung steigert und eine gleichmäßige Lastverteilung über die Rollen unterstützt.
Das Wälzlager ist für den Einsatz in einem Temperaturbereich von -30 °C bis +200 °C spezifiziert. Der Stahlblechkäfig und die Maßstabilität der Lagerringe unterstützen den Einsatz innerhalb dieser Grenzwerte, vorausgesetzt, das verwendete Schmiermittel deckt die jeweilige Betriebstemperatur ab.
Da das Lager herstellerseitig ohne Dichtungen geliefert wird, liegen Wälzkörper und Laufbahnen offen. Um vorzeitigen Verschleiß durch Schmutzpartikel oder Schmiermittelverlust zu vermeiden, muss die Lagerstelle im Gehäuse über externe Dichtelemente geschützt und kontinuierlich mit Fett oder Öl versorgt werden.
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