SKF
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Das vollrollige Toroidalrollenlager C4122 V/C3 von SKF bietet 110 mm Bohrung, P5-Präzision und C3-Lagerluft für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit hohen Radiallasten.
Das Toroidalrollenlager C4122 V/C3 von SKF kombiniert die winkeleinstellbare Eigenschaft eines Pendellagers mit der axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollenlagers. Mit den Abmessungen von 110 mm Bohrung, 180 mm Außendurchmesser und 69 mm Breite nimmt diese Bauform Schiefstellungen der Welle sowie axiale Längendehnungen direkt im Lager auf. Als offenes Wälzlager ist es für die Integration in geschlossene Gehäuse mit externer Schmierung konzipiert.
Dieses Lager kommt vorrangig als Loslager auf Wellen zum Einsatz, bei denen thermische Längenausdehnungen und Fluchtungsfehler ausgeglichen werden müssen. Die vollrollige Konstruktion nimmt dabei hohe Radialkräfte auf. Der Einsatzbereich umfasst mechanische Antriebssysteme und schwer belastete Lagerstellen. Durch die Auslegung für Betriebstemperaturen von -30 bis +200 Grad eignet sich die Komponente auch für thermisch beanspruchte Industrieumgebungen.
Die Ausführung ohne Käfig nutzt das Innenvolumen maximal für Rollen, was die radiale Tragfähigkeit im Vergleich zu Käfigausführungen erhöht. Das Nachsetzzeichen C3 weist eine leicht erhöhte Radiallagerluft aus, wodurch das Bauteil thermische Ausdehnungen oder feste Passungen kompensiert, ohne im Betrieb zu klemmen. Dank der Toleranzklasse P5 (entsprechend ABEC 5) erzielt die Lagerung eine gleichmäßige Laufgenauigkeit und enge Maßhaltigkeit beim Einbau.
Die Typenbezeichnung beschreibt ein Toroidalrollenlager der Reihe C4122 von SKF. Das Kürzel V steht für eine vollrollige Konstruktion ohne Käfig mit maximaler Rollenzahl. Der Zusatz C3 bezeichnet eine gegenüber dem Standard leicht vergrößerte radiale Lagerluft, die thermische Ausdehnungen im Betrieb ausgleicht.
Die Hauptabmessungen betragen 110 mm Innendurchmesser (Bohrung), 180 mm Außendurchmesser und 69 mm Baubreite. Diese Maße definieren den benötigten Einbauraum auf der Welle sowie in der Gehäusebohrung und sichern den formschlüssigen Sitz der Baugruppe.
Diese Bauart vereinigt zwei wichtige Eigenschaften in einem Lager: Sie gleicht Winkelfehler zwischen Welle und Gehäuse aus und erlaubt zugleich eine freie axiale Verschiebung der Ringe gegeneinander. Dadurch entstehen bei thermischer Wellendehnung keine inneren Axialspannungen im Lagersystem.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +200 Grad. Durch diesen thermischen Spielraum eignet sich das offene Lager für anspruchsvolle Betriebsumgebungen, sofern ein entsprechend temperaturbeständiger Schmierstoff im umgebenden Gehäuse verwendet wird.
Die Toleranzklasse P5 entspricht der amerikanischen Norm ABEC 5. Sie definiert engere Maß- und Formtoleranzen sowie eine höhere Rundlaufgenauigkeit gegenüber der Normaltoleranz. Dies sorgt für eine exakte Führung der Welle und unterstützt einen ruhigen Maschinenlauf.
Als offene Variante besitzt dieses Lager keine integrierten Dichtscheiben. Der Schutz vor Partikeln sowie Feuchtigkeit muss daher über externe Gehäusedichtungen erfolgen. Die Schmierung mit Schmierfett oder Öl wird direkt über den Gehäuseraum vorgenommen.
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