STC-Steyr
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Das Toroidalrollenlager C3036 von STC-Steyr kombiniert Winkelbeweglichkeit mit axialer Verschiebbarkeit bei Abmessungen von 180x280x74 mm und P5-Laufgenauigkeit.
Das Toroidalrollenlager C3036 von STC-Steyr ist ein einreihiges Rollenlager mit balligen Rollen, das radiale Tragfähigkeit mit dem Ausgleich von Fluchtungsfehlern verbindet. Mit einer Bohrung von 180 mm, einem Außendurchmesser von 280 mm sowie einer Breite von 74 mm eignet sich dieses Modell für schwere Wellenlagerungen im Maschinenbau. Durch die offene Bauform lässt sich das Lager direkt in geschlossene Gehäuse mit externen Schmiersystemen integrieren. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig zwischen den Laufbahnen und hält sie auf präzisem Abstand.
Das Toroidalrollenlager C3036 fungiert vor allem als Loslager und gleicht sowohl Winkelfehler als auch axiale Wellendehnungen direkt im Lagerinnenraum aus. Die balligen Rollen passen sich stufenlos an Schiefstellungen und Verschiebungen an. Dadurch entstehen keine schädlichen inneren Axialkräfte durch thermische Längenänderungen der Welle. Dies schont die Anschlusskonstruktion bei Anwendungen mit weiten Stützweiten, bei denen hohe radiale Kräfte aufgenommen werden müssen.
Die Fertigung nach Toleranzklasse P5 (entsprechend ABEC 5) definiert engere Vorgaben für Rundlauf und Maßhaltigkeit bei anspruchsvollen Führungsaufgaben. Dies trägt zu einem vibrationsarmen Lauf der Welle bei. Da es sich um eine offene Ausführung mit normaler Radiallagerluft handelt, lässt sich die Schmierung gezielt über Öl oder Fett abstimmen. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius und deckt die Anforderungen gängiger Schmierstoffe ab.
Toroidalrollenlager verbinden die winkelbeweglichen Eigenschaften eines Pendelrollenlagers mit der freien axialen Verschiebbarkeit eines Zylinderrollenlagers. Die balligen Rollen stellen sich im Betrieb selbsttätig ein. Auf diese Weise gleicht das Lager Schiefstellungen und thermische Wellenausdehnungen gleichzeitig aus, ohne axiale Reaktionskräfte im Gehäuse zu erzeugen.
Mit einem Innendurchmesser von 180 mm, einem Außendurchmesser von 280 mm und einer Gesamtbreite von 74 mm entspricht das Lager den genormten Anschlussmaßen für schwere Maschinenwellen. Vor dem Einbau sollten Wellensitz und Gehäusebohrung auf passende Passungsmaße geprüft werden.
Toleranzklasse P5 definiert engere Toleranzen für Maß-, Form- und Lauftoleranzen als die normale Toleranzklasse. Lager dieser Genauigkeitsklasse weisen geringere Rundlauffehler auf. Dies wirkt sich günstig auf das Schwingungsverhalten der Welle aus, was insbesondere bei anspruchsvollen Getriebestufen und Industrieanlagen von Vorteil ist.
Da das Lager ohne integrierte Dichtungen gefertigt ist, erfolgt die Versorgung über ein externes Schmiersystem mit Öl oder Fett. Die Wahl des Schmierstoffs richtet sich nach den Betriebsbedingungen und der Einsatztemperatur zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Eine externe Gehäuseabdichtung schützt die Laufbahnen vor Verschmutzung.
Der Stahlblechkäfig hält die rollenförmigen Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert die direkte Berührung der Rollen untereinander. Gleichzeitig führt er die Rollen in der Lastzone. Stahlblech bietet ein geringes Eigengewicht bei hoher mechanischer Festigkeit und eignet sich für herkömmliche Schmieröle sowie Schmierfette.
Normale Radiallagerluft ist für standardmäßige Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse sowie übliche Passungsverhältnisse vorgesehen. Wenn die Betriebstemperatur im Bereich von -20 bis +120 Grad Celsius liegt und keine extremen Presssitze vorliegen, trägt diese Lagerluftklasse zu einem passenden Betriebsspiel bei.