UKF
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Das Spindellager 70USSC35 .A21.0/I.S von UKF bietet mit Keramikkugeln und 35x62x14 mm hohe Präzision für anspruchsvolle Werkzeugspindeln.
Das Spindellager 70USSC35 .A21.0/I.S von UKF ist ein hochgenaues Hybrid-Schrägkugellager für Spindelanwendungen und rotierende Präzisionssysteme. Durch Wälzkörper aus Siliziumnitrid (Si3N4) und Ringe aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verbindet dieses einreihige Wälzlager hohe Verschleißfestigkeit mit elektrischer Isolierung. Das offene Bauteil ist ab Werk konserviert und für einen Betriebsbereich von -30 bis +100 Grad Celsius ausgelegt.
Dieses Spindellager dient vor allem der exakten Führung von Werkzeugmaschinen- und Frässpindeln, bei denen minimale Rundlauffehler gefordert sind. Dank der Keramikkugeln schützt es das Lagergefüge vor schädlichem Stromdurchgang. In universeller Einzelausführung lässt sich das Bauteil flexibel zu abgestimmten Lagersätzen kombinieren. Konstrukteure binden das offene Lager in Systeme ein, bei denen eine externe Abdichtung und Schmierung bauseits erfolgt.
Die Kombination aus Siliziumnitrid-Kugeln und einem leichten Hartgewebekäfig begünstigt ein ruhiges Laufverhalten bei gehobenen Drehzahlen. Ein Nenndruckwinkel von 21 Grad nimmt radiale Lasten sowie einseitige Axialkräfte stabil auf. Durch die hohe Vorspannung erreicht die Lagerstelle eine hohe Steifigkeit unter Last. Zudem erfüllen die Ringe engste Toleranzen: Der Innenring ist genauer als P2 (ABEC 9), der Außenring genauer als P4 (ABEC 7) toleriert.
Das einreihige Spindellager besitzt eine Bohrung von 35 mm, einen Außendurchmesser von 62 mm und eine Breite von 14 mm. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen den Einbau in Spindelgehäuse sowie auf Wellen gleicher Nenngröße. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, erfordert der Einbauraum eine saubere Umgebung.
Siliziumnitrid (Si3N4) ist ein Keramikwerkstoff mit geringerem spezifischem Gewicht und größerer Härte als Wälzlagerstahl. Keramikkugeln wirken elektrisch isolierend und hemmen den Stromdurchgang zwischen Welle und Gehäuse. Dies schützt die Laufbahnen vor Funkenerosion sowie Riffelbildung und unterstützt eine stabile Lebensdauer im Spindelbetrieb.
Der Druckwinkel definiert die Richtung der Kraftübertragung zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen. Mit einem Winkel von 21 Grad nimmt dieses Schrägkugellager sowohl Radialkräfte als auch definierte Axialkräfte in einer Wirkrichtung auf. Zur Aufnahme entgegengesetzter Axiallasten ist in der Spindelkonstruktion ein spiegelbildlich montiertes Gegenlager erforderlich.
Eine hohe Vorspannung eliminiert das Radial- und Axialspiel innerhalb des Lagers und presst die Kugeln definiert an die Laufbahnen. Dadurch erhöht sich die Führungsgenauigkeit und Federsteifigkeit des Gesamtsystems. Unter Arbeitsbelastung treten geringere Verformungen auf, was bei spanenden Prozessen reproduzierbar exakte Werkstückmaße ermöglicht.
Das Lager verfügt über spezifisch abgestufte Präzisionstoleranzen für eine hohe Laufruhe. Der Innenring ist genauer als die Toleranzklasse P2 (entsprechend ABEC 9) gefertigt. Der Außenring übertrifft die Vorgaben der Klasse P4 (ABEC 7). Diese geringen Maß- und Rundlaufabweichungen tragen zu einem schwingungsarmen Lauf im Spindelstrang bei.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -30 bis +100 Grad Celsius spezifiziert. Diese Begrenzung resultiert aus den Werkstoffeigenschaften des Hartgewebekäfigs sowie der verwendeten Konservierung. Im Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität und thermische Belastbarkeit für das gewählte Temperaturfenster und Drehzahlprofil ausgelegt ist.
UKF Universal-Kugellager-Fabrik GmbH
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