KOYO
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Spannlager UK312 von JTEKT-KOYO mit konischer Bohrung (55x130x47 mm) und balligem Außenring für Gehäuselagerungen mit Wellenbefestigung per Spannhülse.
Das Spannlager UK312 ist ein montagefertiges Rillenkugellager für Gehäuseeinheiten im industriellen Maschinenbau. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), nimmt das Lager primär radiale Lasten auf. Die konische Bohrung im Verhältnis 1:12 dient in Kombination mit einer passenden Spannhülse der kraftschlüssigen Fixierung auf glatten oder gezogenen Wellen. Durch den sphärischen Außenring lässt sich die Baueinheit in passenden Steh- oder Flanschgehäusen ausrichten.
Dieses Lagerelement kommt vor allem in industriellen Gehäuseeinheiten zum Einsatz, bei denen Gehäuselagerungen gefordert sind. Der ballige Außenring gleicht statische Fluchtungsfehler der Welle aus, die durch Fertigungstoleranzen der Anschlusskonstruktion oder Montageungenauigkeiten entstehen. Zudem schützt die beidseitig schleifende Dichtung das Innere vor eindringendem Schmutz sowie Feuchtigkeit. Der beidseitig verbreiterte Innenring verringert dabei die Verkippung auf der Welle und unterstützt einen ruhigen Lauf.
Die Baureihe UK verfügt über eine kegelige Innenbohrung mit einem Kegelverhältnis von 1:12. Für den Einbau benötigen Sie eine gesonderte Spannhülse, da diese nicht zum Lieferumfang des Lagers gehört. Diese Befestigungsmethode erlaubt eine feste Klemmung auf Standardwellen ohne zusätzliche Wellenabsätze. Beachten Sie bei der Auswahl die Hauptabmessungen von 55 mm Bohrungsdurchmesser, 130 mm Außendurchmesser und 47 mm Breite. Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1).
Mit einem Bohrungsdurchmesser von 55 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm sowie einer Gesamtbreite von 47 mm ist das Lager dimensioniert. Diese Maße beziehen sich auf die konische Grundbohrung und den beidseitig verbreiterten Innenring. Für die korrekte Zuordnung im Gehäuse ist der Außendurchmesser von 130 mm entscheidend.
Eine sphärische bzw. ballige Mantelfläche am Außenring ermöglicht das Ausrichten im Gehäuse. Fluchtungsfehler oder Durchbiegungen der Welle gleicht das System dadurch im Gehäusesitz aus, ohne dass Verspannungen im Wälzkörpersatz auftreten. Dies schont die Laufbahnen und unterstützt die vorgesehene Betriebsdauer unter industriellen Bedingungen.
Die Montage erfolgt mithilfe einer Spannhülse, die in die 1:12 konische Bohrung eingezogen wird. Durch das Festziehen der Nutmutter klemmt die geschlitzte Hülse den Innenring kraftschlüssig auf der zylindrischen Welle fest. Bitte beachten Sie, dass die erforderliche Spannhülse nicht zum Lieferumfang gehört und separat beschafft werden muss.
Die beidseitig angebrachten Dichtlippen liegen direkt am Innenring an und schließen den Innenraum mechanisch ab. Sie halten Staub, Späne und Spritzwasser vom Lagersitz fern und verhindern gleichzeitig das Entweichen des Schmierfetts. Dies erweist sich besonders bei staubintensiven Industrieanwendungen oder im Außenbereich als nützlich.
Für den laufenden Betrieb ist das Lager für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius ausgelegt. Der eingesetzte Wälzlagerstahl 100Cr6 und der formstabile Stahlblechkäfig bewahren innerhalb dieser Temperaturgrenzen die notwendige Formstabilität. Bei Umgebungstemperaturen außerhalb dieses Fensters empfiehlt sich die Rücksprache zur Eignung der Dichtungswerkstoffe.
Ein verbreiterter Innenring bietet eine größere Kontaktfläche zur Spannhülse und zur Welle. Dadurch verringert sich die Neigung zum Verkippen unter radialer Belastung. Die Führung der Welle verbessert sich, was wiederum zu einem vibrationsarmen Lauf und einer gleichmäßigen Lastverteilung über die Wälzkörper beiträgt.