FAG
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Das zweireihige Schrägkugellager 3220 von FAG (100x180x60,3 mm) nimmt gleichzeitig hohe radiale sowie beidseitige axiale Kräfte im Maschinenbau auf.
Das Schrägkugellager 3220 ist ein offenes, zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Durch die Anordnung zweier Kugelreihen entspricht die interne Bauform funktionell zwei gegeneinander gestellten einreihigen Lagern, beansprucht axial jedoch weniger Bauraum. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und normaler Radiallagerluft eignet sich dieses Wälzlager von FAG für vielseitige Industrieanwendungen. Es kommt zum Einsatz, wenn kombinierte Kräfte wirksam abgestützt werden müssen.
Das zweireihige Schrägkugellager 3220 eignet sich vor allem für Lagerungsstellen, an denen neben starken Radialkräften auch Axialkräfte in beiden Richtungen wirken. Durch die definierte innere Geometrie bietet das Lager eine hohe Steifigkeit gegenüber Kippmomenten auf der Welle.
Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinen- und Getriebebau sowie in industriellen Antriebssträngen. Da es sich um eine offene Bauform handelt, erfolgt die Schmierstoffversorgung über ein Gehäuseschmiersystem oder durch manuelles Befetten während der Montage.
Die offene Ausführung des Lagers 3220 verzichtet auf integrierte Dichtscheiben. Dadurch entstehen keine Reibungsverluste durch schleifende Dichtlippen, was günstige Laufeigenschaften im Temperaturbereich von -20 bis +150 °C ermöglicht.
Bei der Konstruktion der Lagerstelle ist eine geeignete externe Gehäuseabdichtung vorzusehen, um das Lager vor Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Mit den Hauptabmessungen von 100 mm Bohrung, 180 mm Außendurchmesser und 60,3 mm Breite lässt sich das Wälzlager nach Toleranzklasse P0/PN präzise in Gehäusepassungen einfügen.
Mit einem Innendurchmesser von 100 mm, einem Außendurchmesser von 180 mm und einer Gesamtbreite von 60,3 mm entspricht die Ausführung genormten Einbaumaßen. Das Wälzlager verfügt über einen zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut. Dank Toleranzklasse P0 (ABEC 1) lässt es sich präzise auf Wellen und in Gehäusebohrungen montieren.
Offene Schrägkugellager kommen vorrangig in geschlossenen Getrieben oder Gehäusen zum Einsatz, bei denen ein bestehender Öl- oder Fettkreislauf die Schmierung übernimmt. Ohne schleifende Dichtungen arbeitet das Lager mit minimalem Drehmomentwiderstand und geringer Wärmeentwicklung. Der Schutz vor Partikeln und Schmierstoffverlust wird dabei konstruktiv über externe Dichtungen der Baugruppe gelöst.
Zweireihige Schrägkugellager besitzen zwei schräg zueinander stehende Laufbahnen, wodurch die Kontaktlinien der Kugeln V- oder O-förmig verlaufen. Diese Anordnung stützt Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen wirksam ab. Gegenüber einreihigen Ausführungen spart diese Bauweise wertvollen Bauraum ein und widersteht zugleich auftretenden Kippmomenten.
Die normale Lagerluft beschreibt das interne Spiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im unverbauten Zustand. Diese Ausführung ist für übliche Betriebstemperaturen und standardmäßige Passungen ausgelegt, sodass nach dem Aufpressen auf die Welle ein gleichmäßiger und vibrationsarmer Lauf unterstützt wird.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 °C. Der Werkstoff 100Cr6 sowie der temperaturbeständige Stahlblechkäfig bleiben in dieser Spanne maßlich stabil. Voraussetzung für einen störungsarmen Betrieb bei extremen Temperaturen ist stets die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweilige thermische Belastung geeignet ist.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf Abstand, trennt die Kugeln voneinander und unterstützt eine gleichmäßige Lastverteilung. Blechkäfige sind leicht, unempfindlich gegenüber gängigen Industrieölen und Fetten sowie widerstandsfähig gegen mechanische Erschütterungen. Zudem beansprucht die Blechkonstruktion wenig Schmierstoffraum im Inneren des Lagers.
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