FAG
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Das Schrägkugellager 7212 -B-XL-JP von FAG nimmt mit 60 mm Bohrung und 40-Grad-Druckwinkel hohe Radial- und einseitige Axialkräfte auf.
Das einreihige Schrägkugellager 7212 -B-XL-JP von FAG ist für kombinierte Belastungen mit ausgeprägten Radial- und Axialkräften konstruiert. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 verbindet dieses Bauteil eine Bohrung von 60 mm mit einem Außendurchmesser von 110 mm sowie einer Breite von 22 mm. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) mit normaler Radiallagerluft. Das offene Wälzlager ermöglicht eine direkte Schmierstoffversorgung über das Gehäuse und deckt einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab.
Konstruktionen mit einreihigen Schrägkugellagern übertragen Kräfte unter einem definierten Winkel von den Laufbahnen auf die Wälzkörper. Dieses Lager eignet sich für Wellenlagerungen, bei denen neben radialen Kräften erhebliche axiale Belastungen in einer Richtung wirken. Typische Einsatzbereiche finden sich in Lagerungsanordnungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen. Da es Axialkräfte prinzipbedingt nur einseitig aufnimmt, montieren Sie das Bauteil in der Regel gegen ein zweites Lager angestellt, um eine spielfreie Führung beider Kraftrichtungen zu erreichen.
Der Druckwinkel von 40 Grad verleiht der B-Ausführung eine hohe axiale Belastbarkeit. Die Laufbahnen sind entlang der Lagerachse gegeneinander geneigt, wodurch die Kraft schräg zur Radialebene eingeleitet wird. Der geführte Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und erlaubt kompakte Bauräume. Als offenes Lager besitzt das 7212 -B-XL-JP keine integrierten Dichtungen. Daher erfordert der Einsatz eine externe Abdichtung der Lagerstelle gegen Schmutz sowie ein passendes Schmiermedium für die jeweilige Betriebstemperatur.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 22 mm auf. Diese Hauptabmessungen folgen dem metrischen Standard. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus, wodurch sich das Bauteil bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen lässt.
Einreihige Schrägkugellager übertragen axiale Kräfte konstruktionsbedingt nur in einer Richtung über die schräg angeordneten Laufbahnen. Zur Aufnahme beidseitiger Axialbelastungen werden typischerweise zwei Lager spiegelbildlich in O- oder X-Anordnung miteinander kombiniert. So entsteht eine beidseitig belastbare und axial geführte Lagerung auf der Welle.
Der 40-Grad-Druckwinkel, gekennzeichnet durch das Nachsetzzeichen B, beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten von Kugel und Laufbahn zur Radialebene. Ein größerer Winkel erhöht die Fähigkeit des Lagers, hohe axiale Lasten aufzunehmen, reduziert jedoch gleichzeitig die rein radiale Belastbarkeit im Vergleich zu kleineren Druckwinkeln.
Dieses Lager verfügt über einen Stahlblechkäfig, der durch das Nachsetzzeichen JP ausgewiesen ist. Der Käfig führt die Kugeln gleichmäßig in den Laufbahnen, verringert die Reibung zwischen den Wälzkörpern und bleibt über den gesamten Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius formstabil bei geringem Eigengewicht.
Offene Lager besitzen weder Deck- noch Dichtscheiben und eignen sich für Einbauräume, die zentral mit Öl oder Fließfett versorgt werden. Sie ermöglichen einen ungehinderten Schmiermitteldurchfluss und leiten Wärme effektiv ab. Der Schutz vor Verschmutzung und Feuchtigkeit erfolgt bei dieser Bauform über externe Dichtelemente am Gehäuse.
Gefertigt wird das Bauteil in der Standard-Toleranzklasse P0/PN, die international ABEC 1 entspricht. Es besitzt normale Radiallagerluft. Das tatsächliche Betriebsspiel der Welle stellt sich erst nach der Montage und der axialen Anstellung gegen das Gegenlager im Betriebszustand ein.
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