FAG
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Das Schrägkugellager 7209 -B-XL-JP von FAG Wälzlager kombiniert die Maße 45x85x19 mm mit einem 40-Grad-Druckwinkel für einseitig gerichtete Axialbelastungen.
Das einreihige Schrägkugellager 7209 -B-XL-JP ist eine offene Wälzlagereinheit aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die schräg zueinander versetzten Laufbahnen von Innen- und Außenring nimmt die Konstruktion kombinierte Beanspruchungen aus radialen und einseitig wirkenden axialen Kräften auf. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen ist die Lagerstelle auf ein sauberes Gehäuseumfeld sowie eine externe Schmierstoffzufuhr mit Öl oder Fett ausgelegt.
Dieses Wälzlager kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo rotierende Wellen neben Radialkräften auch definierte Längskräfte in einer Richtung führen müssen. Durch den Kontaktwinkel von 40 Grad nimmt das Bauteil höhere Axiallasten auf als Rillenkugellager gleicher Abmessung. Konstrukteure und Instandhalter verbauen diese Bauform häufig paarweise in angestellter Anordnung als X- oder O-Lagerung, um Wellen gegen wechselseitige Axialschübe abzustützen.
Der Druckwinkel von 40 Grad bestimmt die Kraftübertragungsrichtung von einer Laufbahn zur anderen und optimiert die axiale Belastbarkeit der Lagerstelle. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper präzise auf Abstand und mindert die Reibung zwischen den Kugeln. Mit der normalen Radiallagerluft und einer Fertigung nach Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 deckt die Ausführung Standardanforderungen im allgemeinen Maschinenbau ab. Bei Einsatztemperaturen zwischen -20 und +150 Grad bleibt der Formschluss des Wälzlagerstahls erhalten.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 45 mm, einen Außendurchmesser von 85 mm und eine Gesamtbreite von 19 mm auf. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Sicherungsnut.
Der Druckwinkel beschreibt die Schrägstellung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten der Kugel und den Laufbahnen zur Radialebene. Ein Winkel von 40 Grad erlaubt die Aufnahme vergleichsweise hoher axialer Belastungen in einer Wirkrichtung.
Offene Lager besitzen keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Sie bieten geringe Reibungsverluste und eignen sich für Lagerstellen, die über das Maschinengehäuse abgedichtet und direkt durch einen Ölkreislauf oder Schmierfett versorgt werden.
Der Stahlblechkäfig zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht bei hoher mechanischer Festigkeit aus. Er trennt die Wälzkörper gleichmäßig voneinander, was die Wärmeentwicklung reduziert und einen stabilen Lauf unterstützt.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Innerhalb dieser thermischen Grenzen behält der verwendete Standard-Wälzlagerstahl seine strukturelle Härte und Maßhaltigkeit.
P0 beziehungsweise Normaltoleranz (PN) sowie ABEC 1 definieren die grundlegenden Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten des Lagers. Diese Toleranzklasse deckt die üblichen Qualitätsanforderungen im industriellen Maschinenbau vollständig ab.
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