FAG
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Das Schrägkugellager E20 -TVP von FAG Wälzlager nimmt kombinierte Radial- und einseitige Axiallasten bei kompakten Maßen von 20x47x12 mm auf.
Das Schrägkugellager E20 -TVP ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 20 mm, einem Außendurchmesser von 47 mm und einer Breite von 12 mm. Dieses offene Lager von FAG Wälzlager verfügt über einen formstabilen Polyamidkäfig sowie normale Radiallagerluft. Durch die schräg zueinander liegenden Laufbahnen im Innen- und Außenring stützt die Konstruktion radiale Kräfte zusammen mit axialen Kräften in einer Richtung ab. Die Bauart kommt vor allem dort zum Einsatz, wo reine Radialkugellager den axialen Lastanteil nicht mehr aufnehmen können.
Dieses einreihige Lager kommt primär in Wellenlagerungen zum Einsatz, bei denen neben Radialkräften auch definierte Axialkräfte in einer Richtung wirken. Häufige Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie in Konstruktionen mit kombinierter Belastung. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtungsscheiben handelt, ist die Schmierstoffversorgung über ein Schmiersystem oder ein geschütztes Gehäuse erforderlich. Die Ausführung in Normaltoleranz P0/PN genügt gängigen Industrieanforderungen an Rundlauf und Maßhaltigkeit.
Der verbaute Polyamidkäfig (Nachsetzzeichen TVP) zeichnet sich durch geringe Reibung und ruhigen Lauf aus. Bei der Auslegung ist der zulässige Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad zu beachten, da Kunststoffe empfindlicher auf Überhitzung reagieren als Stahlblech. Das Lager besitzt eine normale Radiallagerluft und einen Außenring ohne Flansch oder Nut. Beim Einbau ist die korrekte Anstellung entscheidend, da einreihige Schrägkugellager Axialkräfte nur in Richtung der Druckschulter aufnehmen können.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm und eine Baubreite von 12 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Austausch in passenden Lagersitzen. Gefertigt wird das Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1).
Die Kennzeichnung TVP steht für einen Polyamidkäfig, der die Wälzkörper führt. Polyamidkäfige verringern die bewegte Masse und tragen zu einem vibrationsarmen Lauf bei. Sie sind für Dauertemperaturen zwischen -20 und +120 Grad ausgelegt, eignen sich jedoch nicht für Anwendungen mit aggressiven Schmierstoffen.
Ein einreihiges Schrägkugellager überträgt axiale Belastungen nur in einer Wirkrichtung über die höhere Schulter der Laufbahn. Zur Führung beidseitiger Axialkräfte müssen Sie ein zweites Lager spiegelbildlich gegenstellen. Dadurch lässt sich im Einbauzustand auch das gewünschte Betriebsspiel oder eine Vorspannung gezielt einstellen.
Da das Lager weder Deck- noch Dichtscheiben besitzt, gelangt Schmierstoff ungehindert an die Kugeln und Laufbahnen. Sie können wahlweise mit Schmierfett oder Schmieröl arbeiten. Die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit erfolgt über die umgebende Gehäusekonstruktion, beispielsweise durch externe Dichtelemente.
Die Toleranzklasse P0, vergleichbar mit ABEC 1, entspricht der normalen Maß- und Laufgenauigkeit für Industriewälzlager. Sie deckt die Anforderungen im allgemeinen Maschinenbau vollständig ab. Für die Lagersitze auf Welle und Gehäuse gelten die üblichen Passungsempfehlungen der Normen für Standardgenauigkeiten.
Für dieses Wälzlager gilt ein Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad. Begrenzender Faktor ist dabei vor allem der Polyamidkäfig, dessen Materialeigenschaften sich bei höheren Temperaturen verändern können. Innerhalb dieser Grenzwerte behält der Werkstoff seine Festigkeit und Elastizität.
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