FAG
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Das Schrägkugellager 3304 -BD-XL-2Z-TVH-C3 von FAG bietet mit 20x52x22,2 mm kompakte Maße für kombinierte Belastungen bei erhöhter Radiallagerluft.
Das zweireihige Schrägkugellager 3304 -BD-XL-2Z-TVH-C3 von FAG ist für anspruchsvolle Industrieanwendungen konzipiert, bei denen radiale Kräfte gemeinsam mit beidseitig wirkenden axialen Lasten auftreten. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), vereint dieses Lager eine Bohrung von 20 mm, einen Außendurchmesser von 52 mm sowie eine Breite von 22,2 mm. Ein Druckwinkel von 30 Grad sorgt für eine starre Führung. Durch die erhöhte Toleranzklasse P6 beziehungsweise ABEC 3 läuft das Wälzlager präzise im Lagersitz.
Dieses zweireihige Lager eignet sich vor allem für Lagerstellen, die wechselnde axiale Belastungen in beide Richtungen aufnehmen müssen. Durch die Anordnung der Laufbahnen nimmt es auch Kippmomente auf. Typische Einsatzfelder finden sich in industriellen Lagerungen mit kombinierten Kraftwirkungen. Die beidseitigen Deckscheiben schützen das Lagerinnere vor groben Schmutzpartikeln, während der Polyamidkäfig einen leisen Lauf bei Betriebstemperaturen von -30 bis +120 Grad unterstützt.
Die Nachsetzzeichen kennzeichnen spezifische Eigenschaften dieses Modells. Die Angabe C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Diese Ausführung kommt infrage, wenn Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen das Betriebsspiel nach dem Einbau verringern. Das Kürzel TVH verweist auf einen formstabilen Käfig aus Polyamid, der die Wälzkörper vibrationsarm führt. Die Deckscheiben (2Z) arbeiten berührungsfrei und weisen geringe Reibungswerte auf.
Mit einem Innendurchmesser von 20 mm, einem Außendurchmesser von 52 mm und einer Gesamtbreite von 22,2 mm besitzt das Bauteil kompakte Abmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese Maße erlauben den Einbau in genormte Gehäuse- und Wellensitze im Maschinen- und Anlagenbau.
Das Nachsetzzeichen C3 bezeichnet eine Wälzlagerung mit größerer radialer Lagerluft als im Standardfall. Dieser erweiterte Spielraum wirkt einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn sich Welle und Gehäuse im Betrieb ungleichmäßig erwärmen. Auch bei strammen Passungen bleibt nach dem Fügen genügend Spiel für einen freien, geräuscharmen Lauf erhalten.
Die beidseitig angebrachten Blechdeckscheiben der 2Z-Ausführung schützen die inneren Laufbahnen vor dem Eindringen fester Fremdkörper und grober Schmutzpartikel. Da es sich um berührungsfreie Dichtelemente handelt, entsteht keine zusätzliche Reibung. Dadurch eignet sich dieses zweireihige Schrägkugellager für höhere Drehzahlen, erfordert jedoch eine Umgebung ohne direkte Flüssigkeitsbeaufschlagung.
Für den Einsatz ist ein thermischer Bereich von -30 bis +120 Grad spezifiziert. Diese Grenzwerte berücksichtigen die thermische Beständigkeit des Polyamidkäfigs (TVH) und des Standard-Wälzlagerstahls 100Cr6. Ein Einsatz außerhalb dieser Grenzwerte kann das Material des Käfigs schwächen und die Laufeigenschaften beeinträchtigen.
Der Nenndruckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirklinie, unter der die Belastungskräfte zwischen den Kugelreihen und Lagerringen übertragen werden. Ein steilerer Winkel wie 30 Grad begünstigt die Aufnahme hoher axialer Kräfte in beiden Richtungen. Gleichzeitig sorgt die zweireihige Bauweise für Stabilität gegenüber auftretenden Kippmomenten.
Die Klassifizierung P6, vergleichbar mit ABEC 3, bedeutet engere Maß- und Lauftoleranzen als bei der Normaltoleranz. Sowohl der Rundlauf als auch die Bohrungs- und Außenmaße sind feiner eingegrenzt. Dies führt zu verbesserter Laufruhe, reduziertem Vibrationsniveau und gleichmäßigerer Lastverteilung im Betrieb.
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