KOYO
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Das zweireihige Schrägkugellager 3210 von JTEKT-KOYO nimmt mit den Maßen 50x90x30,2 mm hohe radiale sowie beidseitig axiale Belastungen auf.
Mit dem Schrägkugellager 3210 erhalten Sie eine kompakte Wälzlagereinheit für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Das Lager verfügt über eine 50-mm-Bohrung, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine Breite von 30,2 mm. Aus gefertigtem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 aufgebaut, entspricht die interne Geometrie funktionell zwei gegeneinander gestellten einreihigen Schrägkugellagern. Ein stabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper beider Kugelreihen gleichmäßig und erlaubt Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius.
Zweireihige Schrägkugellager kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Radialkräfte gemeinsam mit wechselnden oder beidseitigen Axialkräften auftreten. Durch den Druckwinkel von 30 Grad überträgt das Bauteil Axialkräfte wirkungsvoll in beide Richtungen. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungsanordnungen mit kombinierten Belastungen und hohen Anforderungen an die axiale Führung. Gegenüber zwei separaten Einzellagern beansprucht dieses Wälzlager weniger axialen Bauraum und vereinfacht die Lagersitzgestaltung im Gehäuse.
Der Nenndruckwinkel von 30 Grad sorgt für eine starre Führung und hohe axiale Steifigkeit der Lagerung. Da dieses Modell als offenes Lager ausgeführt ist, verfügt es über keine integrierten Dichtscheiben. Sie stimmen das Schmiermittel, Schmierfett oder Schmieröl, passgenau auf Ihre Betriebsumgebung ab. Gleichzeitig erfordert die offene Konstruktion eine wirksame externe Abdichtung des Lagergehäuses, um das Eindringen von Schmutzpartikeln oder Feuchtigkeit zu verhindern. Das Lager weist eine normale Radiallagerluft auf.
Dieses Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine Gesamtbreite von 30,2 mm. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch ausgeführt. Mit diesen genormten Hauptabmessungen passt das Lager in standardisierte Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze.
Der Druckwinkel beschreibt die Kraftübertragungslinie zwischen Innenring, Kugeln und Außenring relativ zur Radialebene. Bei einem Winkel von 30 Grad nimmt das Schrägkugellager hohe Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Zudem verleiht diese Anordnung der Lagerstelle eine hohe Steifigkeit gegenüber auftretenden Kippmomenten.
Der Käfig trennt die Kugeln und verhindert deren gegenseitige Berührung im Laufbetrieb. Aus gepresstem Stahlblech gefertigt, zeichnet er sich durch geringes Eigengewicht bei gleichzeitig guter Festigkeit aus. Dieser Werkstoff widersteht gängigen Industrie-Schmierstoffen problemlos und bleibt innerhalb des Temperaturbereichs von -20 bis +150 Grad formstabil.
Offene Wälzlager sind werksseitig nicht mit Schmierfett befüllt. Sie wählen Schmierfett oder Schmieröl je nach Betriebstemperatur, Drehzahl und Umgebungsbedingungen Ihrer Anlage selbst aus. Für eine ordnungsgemäße Funktion muss das Schmiermittel vor der Inbetriebnahme in ausreichender Menge eingebracht und über eine externe Gehäusedichtung vor Verschmutzung geschützt werden.
Die normale Radiallagerluft beschreibt das standardmäßige innere Spiel zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen im unverbauten Zustand. Sie trägt dazu bei, dass nach dem Aufpressen der Lagerringe auf Welle und Gehäuse sowie unter normaler betrieblicher Erwärmung ein reibungsarmer Lauf ohne unzulässige Vorspannung erhalten bleibt.