KOYO
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Das einreihige Schrägkugellager 7202 B von JTEKT-KOYO mit 15x35x11 mm nimmt radiale sowie einseitig hohe axiale Kräfte unter einem 40-Grad-Druckwinkel auf.
Das Schrägkugellager 7202 B von JTEKT-KOYO ist ein offenes, einreihiges Wälzlager für kombinierte Belastungen. Bei Abmessungen von 15 mm Bohrung, 35 mm Außendurchmesser und 11 mm Breite führt ein formstabiler Stahlblechkäfig die Wälzkörper gleichmäßig. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 deckt das Bauteil Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad ab. Konstrukteure und Instandhalter greifen auf diese Ausführung zurück, wenn rotierende Wellen neben Radialkräften auch definierte Axialkräfte in einer Richtung präzise führen müssen.
Dieses Lager eignet sich vor allem für Lagerungsfälle, bei denen gleichzeitig Radiallasten und einseitig wirkende Axiallasten auftreten. Typische Einsatzbereiche finden sich in rotierenden Wellenanordnungen mit kombinierter Krafteinleitung. Da einreihige Schrägkugellager Axialkräfte nur in einer Richtung aufnehmen, erfolgt der Einbau in der Praxis häufig paarweise gegen ein zweites Lager angestellt. Dadurch lassen sich Wellenführungen axial spielfrei und steif vorspannen.
Der Druckwinkel von 40 Grad verleiht dieser B-Ausführung eine hohe axiale Belastbarkeit bei kompakter Bauform. Durch diese Kontaktgeometrie werden Schubkräfte in Richtung der Drucklinie übertragen. Beachten Sie bei der Konstruktion, dass es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt. Für einen reibungsarmen Betrieb ist daher eine externe Abdichtung des Gehäuses gegen Schmutz sowie eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung innerhalb der Normaltoleranz P0 bzw. ABEC 1 erforderlich.
Mit einem Innendurchmesser von 15 mm, einem Außendurchmesser von 35 mm und einer Baubreite von 11 mm entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Bei der Fertigung gilt die Standard-Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 mit normaler Radiallagerluft für vielseitige Industrieanwendungen.
Der Kennbuchstabe B steht für einen Berührungswinkel beziehungsweise Druckwinkel von 40 Grad. Unter diesem Winkel werden die Kräfte schräg von der Laufbahn des Innenrings auf den Außenring übertragen. Dadurch nimmt das Lager vergleichsweise hohe Axialkräfte in einer Wirkrichtung auf.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung keine werkseitigen Dichtscheiben und enthält keine Schmierfett-Erstbefüllung. Sie stimmen das Schmiermittel, Schmierfett oder Schmieröl, auf die jeweiligen Drehzahlen und Umweltbedingungen Ihrer Anlage ab. Eine passende Gehäuseabdichtung schützt die Laufbahnen vor Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit.
Für den Einsatz bei Temperaturen zwischen -20 und +120 Grad ist das Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 ausgelegt. Auch der integrierte Stahlblechkäfig eignet sich für dieses thermische Fenster. Für den Dauereinsatz ist darauf zu achten, dass auch der eingesetzte Schmierstoff für die jeweilige Betriebstemperatur freigegeben ist.
Ein Einbau als Einzellager ist möglich, solange die Axialkraft stets nur in eine definierte Richtung wirkt. In vielen Maschinenkonzepten wird das Lager jedoch spiegelbildlich mit einem Gegenlager in O- oder X-Anordnung kombiniert. Auf diese Weise können wechselnde axiale Belastungen in beiden Richtungen aufgenommen werden.
Der Käfig aus gepresstem Stahlblech führt die Wälzkörper gleichmäßig auf ihrer Kreisbahn und verhindert deren Berührung untereinander. Er zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie gute Beständigkeit gegenüber gängigen Schmierstoffen aus. Im Bereich von -20 bis +120 Grad bietet er eine formstabile Führung.