KOYO
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Das einreihige Schrägkugellager 7201 B von JTEKT-KOYO mit 12x32x10 mm nimmt kombinierte Belastungen mit hoher axialer Kraftkomponente in einer Richtung auf.
Das Schrägkugellager 7201 B ist ein einreihiges Wälzlager für kombinierte Radial- und Axiallasten. Bei dieser Bauart leiten die schräg versetzten Laufbahnen auftretende Kräfte gezielt unter einem Druckwinkel von 40 Grad weiter. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 zeichnet sich die offene Komponente durch Maßhaltigkeit nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1) aus. Ein geführter Stahlblechkäfig hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand. Konstruktionen mit definierter Führung profitieren von der kompakten Baugröße mit 12 mm Bohrungsdurchmesser und 32 mm Außendurchmesser.
Dieses Wälzlager eignet sich für Lagerungsstellen, an denen gleichzeitig radiale Kräfte und einseitig gerichtete axiale Lasten wirken. Typische Einsatzbereiche sind Wellenlagerungen mit einseitig wirkenden Axialkräften und kombinierter Radiallast im allgemeinen Maschinenbau. Da ein einzelnes einreihiges Schrägkugellager Axialkräfte nur in eine Richtung aufnimmt, erfolgt der Einbau im Verbund mit einem zweiten, gegengestellten Lager. Die offene Ausführung ohne Dichtscheiben erlaubt eine flexible Einbindung in bestehende Öl- oder Fettschmierkreisläufe und unterstützt Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das Nachsetzzeichen B kennzeichnet den erhöhten Druckwinkel von 40 Grad. Ein größerer Winkel bewirkt, dass das Lager im Vergleich zu kleineren Druckwinkeln eine höhere Axialbelastung aufnehmen kann. Beachten Sie bei der Auslegung, dass die axiale Belastbarkeit stets mit einer definierten Mindestlast einhergehen sollte, um ein Gleiten der Kugeln zu verhindern. Durch die Standardausführung ohne Ringnuten lässt sich das 10 mm breite Lager zügig in zylindrische Gehäusebohrungen einsetzen und über Wellenabsätze axial fixieren.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 12 mm, einen Außendurchmesser von 32 mm sowie eine Breite von 10 mm auf. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau auf entsprechenden Wellensitzen und in Gehäusebohrungen nach üblichen Passungsvorgaben für einreihige Radial-Schrägkugellager.
Axialkräfte nimmt dieses einreihige Lager konstruktionsbedingt nur in einer Richtung auf. In praktischen Anwendungen wird daher meist ein zweites Lager spiegelbildlich gegenübergestellt oder als Lagersatz montiert. Diese Anordnung stützt die Welle in beide Axialrichtungen ab und stellt das erforderliche Betriebsspiel ein.
Da keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben vorhanden sind, muss das Schmiermittel von außen zugeführt werden. Je nach Konstruktion eignen sich Schmierfette oder Schmieröle, die über das Gehäuse eingebracht werden. Zudem muss die Lagerstelle durch externe Gehäusedichtungen vor dem Eindringen von Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit geschützt werden.
Der Druckwinkel beschreibt die Neigung der Verbindungslinie zwischen den Berührungspunkten der Kugel auf den Laufbahnen gegenüber der Radialebene. Ein Druckwinkel von 40 Grad verleiht dem Wälzlager eine gesteigerte axiale Tragfähigkeit in einer Richtung, wodurch es sich vor allem für stark axial beanspruchte Wellenführungen empfiehlt.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig und zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie Unempfindlichkeit gegenüber gängigen Schmierstoffen aus. Die Toleranzklasse P0, vergleichbar mit ABEC 1, steht für die genormte Standard-Genauigkeit bei Maß- und Rundlauftoleranzen für normale industrielle Anforderungen im Maschinenbau.
Für dieses Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 gilt ein zulässiger Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius. Innerhalb dieser Grenzwerte bleibt das Lagermaterial formstabil. Voraussetzung für den zuverlässigen Einsatz ist die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweilige Betriebstemperatur der Maschine freigegeben ist.