NACHI
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Das zweireihige Schrägkugellager 5214 C3 von NACHI mit 70x125x39,7 mm nimmt hohe Radiallasten sowie beidseitige Axialkräfte auf.
Das Schrägkugellager 5214 C3 von NACHI ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 70 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm und einer Breite von 39,7 mm. Durch den Druckwinkel von 30 Grad stützt diese Bauform kombinierte Belastungen aus radialen und beidseitigen axialen Kräften wirksam ab. Als offenes Lager lässt es sich flexibel in bestehende Schmiersysteme mit Öl oder Fett integrieren. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad.
Zweireihige Schrägkugellager dieser Bauart eignen sich für anspruchsvolle Industrieanwendungen, bei denen Biegemomente und wechselnde Axialkräfte auf die Welle wirken. Die Konstruktion entspricht funktionell zwei einreihigen Schrägkugellagern in O-Anordnung, beansprucht axial jedoch weniger Bauraum. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau bei Wellenlagerungen mit kombinierten Belastungen. Da der Außenring ohne Flansch oder Nut ausgeführt ist, lässt sich das Lager unkompliziert in zylindrische Gehäusebohrungen einsetzen und über die Gehäuseschulter axial fixieren.
Die Kennzeichnung C3 weist eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung auf. Dieses zusätzliche Spiel gleicht thermische Dehnungen bei Betriebstemperaturen von bis zu +150 Grad oder feste Passungen auf Welle und Gehäuse aus, ohne dass die Kugeln verspannen. Der Druckwinkel von 30 Grad sorgt gleichzeitig für eine ausgeprägte axiale Tragfähigkeit in beiden Richtungen. Da das Lager offen ausgeführt ist, benötigt die Lagerstelle eine externe Abdichtung der Gehäuseumgebung gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit sowie eine abgestimmte Schmierstoffversorgung.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm sowie einer Gesamtbreite von 39,7 mm entspricht die Ausführung den genormten Hauptabmessungen für zweireihige Schrägkugellager. Der Außenring besitzt weder Flansch noch Nut und wird direkt im zylindrischen Lagersitz geführt.
Der Zusatz C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung. Diese zusätzliche Lagerluft verhindert ein Verklemmen der Wälzkörper, wenn betriebsbedingte Erwärmungen zu einer Ausdehnung der Ringe führen. Sie eignet sich zudem bei festen Passungen auf der Welle oder im Gehäuse.
Die offene Bauform ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben erlaubt eine freie Versorgung mit Schmierfett oder Schmieröl aus dem Gehäuseraum. Dadurch lässt sich das Lager direkt in Umlaufschmierungen einbinden. Konstruktiv erfordert diese Ausführung externe Dichtelemente an der Gehäusewand, um das Schmiermittel im Lagerraum zu halten.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad. Sowohl der verwendete Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der formstabile Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Fenster ihre Festigkeit. Bei der Auswahl des externen Schmierstoffs ist darauf zu achten, dass dieser den vorgesehenen Betriebstemperaturbereich abdeckt.
Ein Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie der Kräfte zwischen den Laufbahnen und den Wälzkörpern. Durch diesen Winkel nimmt das zweireihige Lager Axialkräfte in beiden Richtungen auf, während gleichzeitig radiale Kräfte abgestützt werden, was für eine hohe axiale Lastaufnahme sorgt.
Gefertigt nach der Toleranzklasse P0/PN (entspricht ABEC 1), weist das Lager die reguläre Rundlauf- und Maßgenauigkeit für den industriellen Einsatz im Maschinenbau auf. Diese Genauigkeitsklasse ist für Standardanwendungen ausgelegt, ohne engere Sonderpassungen an Welle oder Gehäuse zu erfordern.
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