NSK
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Das zweireihige Schrägkugellager 3314 MC3 mit den Maßen 70x150x63,5 mm nimmt kombinierte Lasten auf und bietet dank Messingkäfig hohe thermische Stabilität.
Das Schrägkugellager 3314 MC3 ist ein offenes, zweireihiges Radial-Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Es verfügt über 70 mm Bohrung, 150 mm Außendurchmesser und 63,5 mm Breite. Das Lager nimmt kombinierte Belastungen aus radialen Kräften und beidseitigen Axialkräften auf. Durch die zweireihige Anordnung führt es Wellen kippsteif. NSK fertigt dieses Modell aus Wälzlagerstahl 100Cr6 in der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Die Konstruktion bewährt sich bei Lagerungen, in denen gleichzeitig hohe Radialkräfte und beidseitig wirkende Axialkräfte auftreten. Wellen profitieren von der breiten Stützbasis und der hohen Steifigkeit des zweireihigen Aufbaus gegenüber Kippmomenten. Die offene Bauform lässt Schmierstoff ungehindert an die Laufbahnen gelangen, wodurch sich der Einsatz in ölgeschmierten Systemen sowie in Schmierkreisläufen anbietet.
Die Ausführung MC3 kombiniert einen massiven Messingkäfig mit leicht erhöhter Radiallagerluft C3. Der Messingkäfig widersteht starken Schwingungen sowie hohen Temperaturen und führt die Kugeln auch bei dynamischen Drehzahlwechseln sicher. Die C3-Lagerluft gleicht thermische Ausdehnungen im Temperaturbereich von -20 bis +150 °C aus. Zudem trägt das vergrößerte Radialspiel dazu bei, dass bei festen Passungen keine übermäßige Vorspannung entsteht.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Breite von 63,5 mm entspricht das Wälzlager den Standardabmessungen der Baureihe 3314. Die Ausführung besitzt weder Flansch noch Nut am Außenring und lässt sich präzise in zylindrische Gehäusebohrungen einbauen.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte interne Spielraum ist vorteilhaft, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Dadurch dehnen sich die Bauteile aus, ohne dass die Kugeln klemmen. Auch feste Passungen auf der Welle lassen sich so ohne unzulässige Lagervorspannung realisieren.
Der Kennbuchstabe M verweist auf einen Massivkäfig aus Messing. Messingkäfige zeichnen sich durch hohe mechanische Festigkeit und günstige Reibungseigenschaften aus. Sie eignen sich für Stoßbelastungen, starke Beschleunigungen und Vibrationen. Zudem arbeitet der Werkstoff über den gesamten zulässigen Temperaturbereich des Lagers von -20 bis +150 °C formstabil.
Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtscheiben handelt, gelangt Schmierstoff direkt an die Laufbahnen. Sie können das Lager wahlweise mit Schmierfett oder Schmieröl betreiben. In geschlossenen Systemen übernimmt häufig das vorhandene Öl die Schmierung. Bei Fettbetrieb müssen externe Dichtungen im Gehäuse das Eindringen von Schmutz und den Fettaustritt verhindern.
Ein einreihiges Schrägkugellager nimmt Axialkräfte nur aus einer Richtung auf und erfordert meist ein zweites angestelltes Lager. Die zweireihige Ausführung 3314 entspricht funktional zwei gegeneinander montierten Einzellagern in kompakter Bauform. Sie überträgt Axialkräfte in beide Richtungen und stützt Kippmomente wirksam ab, benötigt dafür jedoch weniger axialen Bauraum als zwei getrennte Lager.
Das Schrägkugellager 3314 MC3 ist für einen Betriebsbereich von -20 bis +150 °C spezifiziert. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Messingkäfig bleiben innerhalb dieser Grenzwerte formstabil. Bei der Auslegung der Lagerstelle sollten Sie darauf achten, dass der gewählte Schmierstoff ebenfalls für die geplante Betriebstemperatur geeignet ist.
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