NACHI
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Das zweireihige Schrägkugellager 5211 von NACHI (55x100x33,3 mm) nimmt hohe radiale sowie beidseitige axiale Kräfte auf.
Das Schrägkugellager 5211 ist ein zweireihiges Radial-Wälzlager, das konstruktiv hohe Radialkräfte mit beidseitigen Axialkräften vereint. Gefertigt aus 100Cr6-Standard-Wälzlagerstahl bietet dieses offene Lager von NACHI eine kompakte Lösung für anspruchsvolle Lagerungsstellen. Durch die zweireihige Kugelkonfiguration entspricht die Wirkungsweise zwei gegeneinander angestellten einreihigen Schrägkugellagern, beansprucht jedoch eine geringere axiale Baubreite als ein separater Lagersatz. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in den geschliffenen Laufbahnen.
Das zweireihige Schrägkugellager 5211 eignet sich vorrangig für Lagerungen, bei denen gleichzeitig radiale Belastungen und axiale Kräfte in beiden Richtungen wirken. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei Wellenlagerungen mit kombinierten Belastungen. Da dieses Wälzlager Momente und wechselnde Schubkräfte abstützt, führt es rotierende Wellen mit hoher Steifigkeit. Die offene Bauform ermöglicht den direkten Betrieb im geschmierten Gehäuseinnenraum.
Für den Betrieb des Schrägkugellagers 5211 spielt die Umgebungskonstruktion eine entscheidende Rolle. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtscheiben benötigt das Lager eine externe Abdichtung der Gehäusestelle gegen Schmutzeintrag und Schmierstoffverlust. Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die normale Radiallagerluft ist passend für Standard-Betriebsbedingungen ohne übermäßige thermische Dehnung oder extreme Passungsübermaße der Welle.
Die Hauptabmessungen betragen 55 mm Bohrungsdurchmesser, 100 mm Außendurchmesser sowie 33,3 mm Baubreite. Es handelt sich um ein zweireihiges Wälzlager mit zylindrischem Außenring ohne Nut oder Flansch. Vor dem Einbau sind diese Anschlussmaße an Welle und Gehäusebohrung abzugleichen.
Zweireihige Schrägkugellager nehmen Radialkräfte sowie Axialkräfte aus beiden Richtungen gleichzeitig auf. Einreihige Ausführungen stützen Axiallasten nur einseitig ab und erfordern einen Gegenhalt. Die zweireihige Konstruktion spart axialen Bauraum ein und vereinfacht die Montage, da keine zwei Einzellager zueinander eingestellt werden müssen.
Die Toleranzklasse P0 (auch bezeichnet als PN bzw. ABEC 1) definiert die Standard-Genauigkeit für Maß- und Laufflächen von Wälzlagern. Sie erfüllt die gängigen Anforderungen im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Für herkömmliche Industrieantriebe bietet diese Toleranzklasse ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Führungsgenauigkeit und Fertigungsaufwand.
Als offenes Wälzlager verfügt die Ausführung über keine werkseitigen Dichtungen und keine vordefinierte Fettfüllung. Je nach Konstruktion erfolgt die Schmierung über ein Ölbad, eine Umlaufschmierung oder eine Fettfüllung im Gehäuse. Eine externe Gehäuseabdichtung schützt die Lagerstelle vor Schmutzpartikeln und verhindert das Entweichen des Schmiermittels.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der verbaute Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Rahmen ihre Formstabilität. Bei der Auswahl des Schmierstoffs muss sichergestellt sein, dass das Schmierfett oder Lageröl für die anfallende Betriebstemperatur freigegeben ist.
Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper präzise auf Abstand und verhindert die gegenseitige Reibung der Kugeln. Er kombiniert ein geringes Eigengewicht mit hoher mechanischer Festigkeit. Gegenüber Kunststoffkäfigen widersteht Stahlblech gebräuchlichen Schmierstoffadditiven und eignet sich uneingeschränkt für Betriebstemperaturen bis +150 Grad.
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