NSK
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Das Schrägkugellager 7200 BWG von NSK nimmt mit 10 mm Bohrung und 40 Grad Druckwinkel kombinierte radiale sowie einseitig axiale Belastungen auf.
Das Schrägkugellager 7200 BWG ist als einreihiges Wälzlager für industrielle Lagerstellen mit kombinierten Lasten konzipiert. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), vereint dieses Bauteil eine 10 mm Bohrung mit einem Außendurchmesser von 30 mm und einer Baubreite von 9 mm. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 unterstützt einen präzisen Rundlauf. Die kompakte Geometrie eignet sich für platzsparende Konstruktionen im allgemeinen Maschinenbau.
Das Bauteil kommt zum Einsatz, sobald Radialkräfte und einseitige Axiallasten gleichzeitig auf die Welle wirken. Durch die Berührungslinien zwischen Innen- und Außenring leitet die Konstruktion axiale Kräfte gezielt in die Umgebungsbauteile ab. Typische Anwendungen finden sich in kompakten Lagerungsanordnungen mit kombinierter Lastaufnahme und definierter axialer Führung in einer Richtung. Häufig erfolgt der Einbau paarweise im Verbund mit einem zweiten Schrägkugellager zur Gegenführung.
Der Druckwinkel von 40 Grad verleiht dem Wälzlager eine hohe axiale Belastbarkeit in einer definierten Lastrichtung. Während flachere Berührungswinkel höhere Grenzdrehzahlen begünstigen, nimmt dieser steile Winkel axiale Kräfte besonders wirksam auf. Zusammen mit dem robusten Stahlblechkäfig und normaler Radiallagerluft deckt die offene Bauform einen breiten Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad ab. Da das Lager ohne integrierte Dichtung ausgeführt ist, schützen externe Dichtungselemente die Lagerstelle vor Verunreinigungen.
Dieses Wälzlager verfügt über eine Bohrung von 10 mm, einen Außendurchmesser von 30 mm sowie eine Breite von 9 mm. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Vor der Montage sollten der Wellen- und Gehäusesitz auf Maßhaltigkeit geprüft werden, um einen passgenauen Sitz zu erzielen.
Ein Druckwinkel von 40 Grad beschreibt die Neigung der Kraftwirkungslinie zwischen den Laufbahnen und den Wälzkörpern gegenüber der Radialebene. Dieser steile Winkel bewirkt, dass das einreihige Schrägkugellager beachtliche Axialkräfte in einer Richtung aufnimmt. Gleichzeitig verarbeitet das Lager kontinuierliche Radiallasten stabil im laufenden Betrieb.
Offene Schrägkugellager besitzen herstellerseitig weder Deck- noch Dichtscheiben. Dadurch lässt sich das Bauteil flexibel über das vorhandene Schmiersystem der Gesamtanlage mit Schmierstoff versorgen. Zudem erzeugt die Bauweise kein zusätzliches Reibungsmoment durch schleifende Dichtlippen. Um Verunreinigungen fernzuhalten, ist bauseits eine externe Gehäuseabdichtung vorzusehen.
Das Lager aus Wälzlagerstahl 100Cr6 mit Stahlblechkäfig ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Dieser thermische Einsatzbereich eignet sich für vielfältige industrielle Betriebsbedingungen. Bei der Auswahl des Schmierstoffs ist darauf zu achten, dass dessen Temperaturbereich mit diesen Werten harmoniert.
Toleranzklasse P0, im angloamerikanischen Raum auch als ABEC 1 bezeichnet, definiert die Standard-Genauigkeit für Maß- und Lauffehlertoleranzen von Wälzlagern. Lager dieser Klasse erfüllen die grundlegenden Anforderungen an Rundlauf und Formgenauigkeit im Maschinenbau. Für reguläre Drehzahlen und alltägliche Belastungen im industriellen Einsatz reicht diese Klassifizierung aus.
Einreihige Schrägkugellager nehmen axiale Kräfte nur in einer Richtung auf. In der Praxis montiert man sie daher zumeist gegen ein zweites Lager, das die axiale Gegenführung übernimmt. Typische Anordnungen sind die O- oder X-Anordnung. Auf diese Weise lässt sich das erforderliche Betriebsspiel oder eine definierte Vorspannung gezielt einstellen.
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