SKF
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Das Schrägkugellager 7410 BGAM von SKF mit 50 mm Bohrung nimmt einseitige Axial- sowie Radialbelastungen bei fordernden Betriebsbedingungen auf.
Das Schrägkugellager 7410 BGAM von SKF ist ein offenes, einreihiges Radial-Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit den Abmessungen 50 x 130 x 31 mm. Durch den Druckwinkel von 40 Grad überträgt die Konstruktion kombinierte Kräfte wirksam über die Kugelreihe. Die offene Bauart gestattet die freie Zirkulation von Öl oder Fett im Lagergehäuse. Dank normaler Radiallagerluft sowie der Fertigung nach Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) eignet sich diese Ausführung für klassische Industrieantriebe.
Dieses Wälzlager nimmt gleichzeitig Radialkräfte und hohe Axialkräfte in einer Richtung auf. Typische Einsatzbereiche finden sich bei Wellenlagerungen mit definierter axialer Führung im allgemeinen Maschinenbau. Durch die Auslegung für Lagerpaare in O- oder X-Anordnung lässt sich die Einheit mit einer leichten Vorspannung einbauen. Das unterstützt eine steife und führungsgenaue Lagerung bei wechselnden Belastungsrichtungen im Verbund.
Der verbaute Messingkäfig hält thermischen Belastungen von -20 bis +150 Grad stand und führt die Wälzkörper vibrationsarm. Zudem reagiert Messing unempfindlich auf aggressive Schmierstoffe und Additive. In Verbindung mit dem 40-Grad-Druckwinkel ermöglicht das Bauteil eine hohe axiale Kraftübertragung. Beachten Sie bei der Konstruktion, dass der Außenring ohne Flansch gefertigt ist und offene Lager ein sauberes, extern abgedichtetes Umfeld verlangen.
Das Lager verfügt über eine Bohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm und eine Breite von 31 mm. Mit diesen Hauptabmessungen passt das einreihige Bauteil auf entsprechende Wellensitze und in Standard-Gehäusebohrungen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt.
Der Druckwinkel beschreibt die Kraftwirkungslinie zwischen den Laufbahnen und den Wälzkörpern gegenüber der Radialebene. Ein Winkel von 40 Grad verleiht dem Lager eine beachtliche axiale Tragfähigkeit in einer Richtung. Bei kombiniert auftretenden Radial- und Axialkräften unterstützt diese Geometrie eine gleichmäßige Lastverteilung.
Das Nachsetzzeichen BGAM kennzeichnet ein Universallager für den satzweisen Einbau. Werden zwei Lager paarweise in O- oder X-Anordnung montiert, entsteht im System selbsttätig eine leichte Vorspannung. Dies erleichtert die Montage, da ein manuelles Einstellen des Betriebsspiels entfällt.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad. Der verwendete Wälzlagerstahl 100Cr6 und der stabile Messingkäfig bieten unter diesen Bedingungen eine hohe Formstabilität. Für einen sicheren Betrieb sollte das eingesetzte Schmiermittel auf die jeweilige Betriebstemperatur abgestimmt sein.
Offene Wälzlager besitzen keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Dadurch kann Schmieröl aus dem umgebenden System ungehindert durch den Innenraum fließen, was die Wärmeabfuhr begünstigt. Der Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit muss bei dieser Bauart über externe Gehäusedichtungen erfolgen.
Das Lager entspricht der Standard-Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Diese Genauigkeitsklasse definiert präzise Grenzmaße für Bohrung, Außendurchmesser und Rundlauf für reguläre Industrieantriebe. Sie erlaubt einen verlässlichen Austausch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten ohne Maßanpassungen am Lagersitz.
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