NACHI
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Das zweireihige Schrägkugellager 5208 C3 von NACHI (40x80x30,2 mm) nimmt hohe Radialkräfte sowie beidseitige Axiallasten bei erhöhter Betriebstemperatur auf.
Das Schrägkugellager 5208 C3 von NACHI ist ein zweireihiges Wälzlager mit 40 mm Bohrung, 80 mm Außendurchmesser und 30,2 mm Breite. Es überträgt kombinierte Belastungen und stützt Axialkräfte in beide Richtungen ab. Durch die Ausführung aus gehärtetem Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie den robusten Stahlblechkäfig hält dieses offene Lager Einsatztemperaturen von -20 bis +150 Grad stand. Es entspricht der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) und besitzt einen Druckwinkel von 30 Grad.
Dieses zweireihige Wälzlager eignet sich vor allem für Lagerstellen, an denen neben hohen Radialkräften gleichzeitig beidseitig wirkende Axialkräfte auftreten. Konstruktionen mit festen Wellenführungen nutzen den Druckwinkel von 30 Grad, um Kippmomente steif aufzunehmen. Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen handelt, binden Sie das Lager direkt in geschmierte Systeme wie Öl- oder Fettumgebungen ein. Die offene Bauform ermöglicht zudem eine gezielte Schmierstoffzufuhr im laufenden Betrieb.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Wählen Sie diese Variante, wenn im Betrieb mit Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring zu rechnen ist. Erwärmt sich die Welle stärker als das Gehäuse, dehnt sich der Innenring aus. Die C3-Lagerluft gleicht diese Wärmeausdehnung aus und verhindert, dass sich das Wälzlager verspannt. Auch bei festen Passungen auf Welle oder Gehäuse bleibt durch das vergrößerte Radialspiel die nötige Leichtgängigkeit erhalten.
Mit einer Bohrung von 40 mm, einem Außendurchmesser von 80 mm und einer Breite von 30,2 mm entspricht das Lager der genormten Baureihe 5208. Durch die zweireihige Bauart spart es gegenüber zwei einzelnen einreihigen Schrägkugellagern axialen Bauraum ein.
Offene Wälzlager besitzen keine integrierten Dicht- oder Deckscheiben, wodurch keine zusätzliche Schleifreibung an Dichtlippen entsteht. Sie lassen sich flexibel über ein zentrales Gehäuseschmiersystem mit Öl oder Fett versorgen. Zudem vereinfacht die Bauweise das Auswaschen und Neubefetten während planmäßiger Instandhaltungsintervalle in einer geschützten Gehäuseumgebung.
Der Druckwinkel beschreibt die Kraftübertragung von den Laufbahnen über die Kugeln schräg zur Radialebene. Ein Winkel von 30 Grad ermöglicht dem zweireihigen Lager, Axialkräfte in beide Richtungen aufzunehmen. Gleichzeitig sorgt die Geometrie für eine hohe axiale und radiale Steifigkeit der gesamten Wellenlagerung.
NACHI gibt für dieses Lager einen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius an. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 und der formstabile Stahlblechkäfig bewahren auch bei thermischer Belastung ihre Formbeständigkeit. Achten Sie darauf, ein Schmiermittel zu wählen, das diesen thermischen Einsatzbereich abdeckt.
Die Toleranzklasse P0, international auch als ABEC 1 bezeichnet, definiert die Standardtoleranzen für Maß- und Laufgenauigkeit von Wälzlagern. Sie steht für eine Fertigung nach Standardtoleranzen im industriellen Einsatz. Für den normalen Maschinenbau bietet diese Klasse das ausgewogene Verhältnis zwischen Führungsgenauigkeit und wirtschaftlicher Fertigung.
C3 kennzeichnet eine Lagerluft, die über dem Normalmaß liegt. Sie dient als Puffer, falls im Betrieb Wärme von der Welle in den Innenring wandert oder feste Lagersitze den Ring leicht aufweiten. Ohne dieses vergrößerte Spiel könnte sich das Lager im Betrieb verklemmen und vorzeitig verschleißen.
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