SKF
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Das Schrägkugellager 3204 ATN9/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager mit 20 mm Bohrung, 47 mm Außendurchmesser und erhöhter C3-Lagerluft für kombinierte Lasten.
Das Schrägkugellager 3204 ATN9/C3 von SKF nimmt als zweireihiges Wälzlager gleichzeitig Radialkräfte und Axialkräfte in beide Richtungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), verfügt dieses offene Modell über eine Bohrung von 20 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm sowie eine Breite von 20,6 mm. Durch die Fertigung nach Toleranzklasse P6 (ABEC 3) bietet die Ausführung eine gesteigerte Rundlaufgenauigkeit. Die leicht vergrößerte Radiallagerluft C3 dient dem Ausgleich thermischer Ausdehnungen im laufenden Betrieb.
Dieses zweireihige Lager bewährt sich in Konstruktionen, die beidseitige Axialkräfte bei begrenztem axialem Bauraum aufnehmen müssen. Dank des Druckwinkels von 30 Grad überträgt das Bauteil kombinierte Kräfte zwischen den Laufbahnen und ersetzt oft zwei gegeneinander angestellte einreihige Lager. Einsatzfelder finden sich in Lagerungsanordnungen mit kombinierten Beanspruchungen. Da es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtscheiben handelt, binden Sie das Lager direkt in gehäuseseitige Öl- oder Fettkreisläufe mit externer Abdichtung ein.
Der Polyamidkäfig (Nachsetzzeichen TN9) führt die Wälzkörper reibungsarm, senkt das Gesamtgewicht der Lagerung und unterstützt ein ruhiges Laufverhalten im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius. Die erhöhte Lagerluftklasse C3 schafft das erforderliche Radialspiel, falls Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring oder feste Wellenpassungen auftreten. Planen Sie bei der Montage eine geregelte Schmierstoffzufuhr ein, da die offenen Kugelreihen auf eine kontinuierliche Schmiermittelversorgung angewiesen sind.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm und eine Baubreite von 20,6 mm. Diese Maße entsprechen der genormten Baureihe 3204. Durch den zweireihigen Aufbau bietet die Ausführung eine höhere Belastbarkeit gegenüber einreihigen Lagern gleicher Abmessung, benötigt im Gehäuse jedoch die passende Einbaubreite.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur normalen Lagerluftgruppe. Dieser vergrößerte Spielraum verhindert unerwünschte Verspannungen der Wälzkörper, wenn sich Welle und Lagerringe während des Betriebs durch Temperatureinflüsse ausdehnen. Das Merkmal empfiehlt sich auch bei festen Presspassungen auf der Welle.
Das Nachsetzzeichen TN9 steht für einen Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch elastische Materialeigenschaften, ein geringes Eigengewicht und geringe Reibungsverluste aus. Der Käfig ist für Temperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius ausgelegt und trägt zu einem geräuscharmen Betrieb des Wälzlagers bei.
Die Einstufung nach Toleranzklasse P6 (entspricht ABEC 3) bedeutet engere Fertigungstoleranzen hinsichtlich Maß- und Laufgenauigkeit gegenüber der Normaltoleranz. Maschinenkonstruktionen profitieren dadurch von einem präziseren Rundlauf der Welle und einer gleichmäßigeren Lastverteilung, was zur Reduzierung von Vibrationen im Antriebsstrang beitragen kann.
Eine offene Ausführung ohne integrierte Schleif- oder Deckscheiben ermöglicht die direkte Schmierung über das umgebende Maschinengehäuse, etwa durch ein Ölbad oder eine Zentralschmieranlage. Zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit muss die Lagerstelle durch externe Dichtelemente wie Wellendichtringe in der Gehäusewand geschützt werden.
Der Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie, entlang derer die Kräfte von den Kugelreihen auf die Laufbahnen übertragen werden. Durch diese Schrägstellung nimmt das zweireihige Kugellager kombinierte Belastungen aus Radialkräften und beidseitig wirkenden Axialkräften auf und führt die Welle präzise in axialer Richtung.
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