SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3204 A-2RS1/MT33 von SKF bietet beidseitige Lippendichtungen und nimmt kombinierte Radial- sowie Axialkräfte bei 20x47x20,6 mm auf.
Dieses zweireihige Schrägkugellager 3204 A-2RS1/MT33 aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) kombiniert radiale Tragfähigkeit mit der gezielten Aufnahme axialer Belastungen in beiden Richtungen. Der Hersteller SKF fertigt die Komponente in der Toleranzklasse P6 (ABEC 3), was für einen vibrationsarmen Lauf und geringe Rundlaufabweichungen ausgelegt ist. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und normaler Radiallagerluft deckt das Wälzlager den Temperaturbereich von -30 bis +110 Grad Celsius ab.
Konstruktiv entspricht das Lager zwei gegeneinander angestellten einreihigen Schrägkugellagern, beansprucht jedoch eine kompakte Einbaubreite auf der Welle. Dank des Druckwinkels von 30 Grad stützt es axiale Kippmomente und wechselnde Axialkräfte stabil ab. Geeignete Einsatzfelder sind Lagerungsanordnungen mit kombinierten Radial- und Axiallasten, bei denen eine präzise Wellenführung gefordert ist und Schmutz sowie Spritzwasser abgehalten werden müssen.
Die beidseitig integrierten Lippendichtungen schützen die innenliegenden Wälzkörper vor eindringendem Staub, Schmutzpartikeln und Spritzwasser. Gleichzeitig halten die Dichtlippen den ab Werk eingebrachten Schmierstoff im Lagerinneren zurück. Im Vergleich zu offenen Varianten entfällt der manuelle Erstschmieraufwand während der Montage, was den laufenden Wartungsaufwand verringert. Die berührenden Dichtlippen begrenzen die Grenzdrehzahl im Vergleich zu berührungslosen Deckscheiben geringfügig.
Das Wälzlager verfügt über einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 47 mm sowie eine Gesamtbreite von 20,6 mm. Der Außenring ist zylindrisch gefertigt und besitzt weder Flansch noch Sicherungsnut, wodurch sich das Bauteil bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einsetzen lässt.
Die Nachsetzzeichen-Kombination kennzeichnet beidseitig angebrachte berührende Lippendichtungen. Diese Dichtelemente liegen elastisch an den Innenringschultern an und dienen dazu, das Eindringen fester Verunreinigungen sowie den Austritt des Schmierfetts zu verhindern, was vorzeitigen Verschleiß an den Laufbahnen mindert.
Durch den definierten Druckwinkel von 30 Grad überträgt diese Bauform Radialkräfte sowie beidseitig wirkende Axialkräfte schräg zur Wellenachse. Die zweireihige Kugelgeometrie wirkt ähnlich wie zwei gepaarte Einzellager und nimmt dadurch zusätzlich Biegemomente auf, die durch Wellendurchbiegungen entstehen können.
Die Einstufung in P6 belegt engere Fertigungstoleranzen bezüglich Maß-, Form- und Laufgenauigkeit im Vergleich zur Standard-Normaltoleranz. Für die Anwendung unterstützt dies eine exaktere Führungsgenauigkeit der Welle, ein ruhiges Schwingungsverhalten sowie eine gleichmäßigere Lastverteilung über alle Wälzkörper bei dynamischen Betriebsbedingungen.
Ausgelegt ist die Materialpaarung aus 100Cr6-Stahl, Stahlblechkäfig und Dichtungswerkstoff für einen Einsatzbereich von -30 bis +110 Grad Celsius. Innerhalb dieser thermischen Grenzen behalten sowohl das Schmiermittel als auch die Dichtlippen ihre mechanische Funktion und Schutzwirkung bei.
Die normale Lagerluft bezeichnet das werkseitig festgelegte Radialspiel ohne Übermaß. Sie ist passend auf übliche Wellen- und Gehäusesitze abgestimmt, sodass nach dem Fügen ein betriebsgerechter Lauf ohne unzulässige Verspannung oder übermäßige Erwärmung erreicht werden kann.
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