FAG
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Zweireihiges Schrägkugellager 3200 -BB-TVH-C3 (10x30x14 mm) von FAG: nimmt radiale sowie beidseitige Axialkräfte auf und gleicht Wärmedehnungen durch vergrößerte Radiallagerluft aus.
Das Schrägkugellager 3200 -BB-TVH-C3 von FAG ist ein offenes zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Es besitzt eine Bohrung von 10 mm, einen Außendurchmesser von 30 mm sowie 14 mm Breite. Durch den Druckwinkel von 25 Grad stützt die Konstruktion radiale und beidseitig axiale Lasten ab. Im Vergleich zu zwei gepaarten Einzellagern benötigt diese Baueinheit eine geringere axiale Baubreite auf der Welle.
Konstruktionen mit kombinierten Lastfällen erfordern Bauteile, die Radialkräfte und gleichzeitig beidseitige Schubkräfte aufnehmen. Durch die offene Bauweise eignet sich die Ausführung für öl- oder fettgeschmierte Baugruppen mit geringem Drehwiderstand. Typische Einsatzfelder sind kompakte Wellenlagerungen mit beidseitig wirkenden Axial- und Radialkräften. Für den Betrieb ist eine saubere Einbauumgebung nötig, da das Lager keine integrierten Dichtungen besitzt. Externe Gehäusedichtungen übernehmen in solchen Konstruktionen den Schutz vor Partikeln und Schmierstoffverlust.
Der integrierte Polyamidkäfig (TVH) führt die Kugeln reibungsarm im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad. Gegenüber massiven Metallkäfigen reduziert das leichte Kunststoffmaterial die rotierende Masse im Lager. Die vergrößerte Radiallagerluft C3 gleicht Maßänderungen aus, wenn sich Innen- und Außenring im Betrieb ungleichmäßig erwärmen. Zudem bleibt ausreichend Spiel erhalten, falls feste Passungssitze auf Welle oder Gehäuse das radiale Spiel verringern. In der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) fügt sich das Bauteil maßgenau in genormte Lagersitze ein.
Mit einem Innendurchmesser von 10 mm, einem Außendurchmesser von 30 mm und einer Gesamtbreite von 14 mm entspricht dieses zweireihige Lager standardisierten Maßen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und besitzt weder Flansch noch Ringnut, wodurch er bündig in genormte Gehäusebohrungen passt.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieses zusätzliche Spiel wirkt einem Klemmen der Wälzkörper entgegen, wenn betriebsbedingte Temperaturunterschiede auftreten. Ebenso gleicht die C3-Lagerluft die Verengung des Lagerspiels aus, die durch feste Einbaupassungen auf Welle und Gehäuse entsteht.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Die thermische Einsatzgrenze wird durch den verbauten Polyamidkäfig bestimmt, während der Wälzlagerstahl 100Cr6 in diesem Temperaturbereich maßstabil bleibt. Für den Einsatz empfiehlt sich ein Schmierstoff, der für diesen thermischen Bereich freigegeben ist.
Ohne integrierte Dicht- oder Deckscheiben läuft diese offene Ausführung mit sehr geringem Reibungswiderstand. Das Schmiermittel gelangt ungehindert direkt an die Laufbahnen und Kugeln. Da kein integrierter Schutz vor Schmutz besteht, dient die umgebende Gehäusekonstruktion dem Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit.
Durch den Druckwinkel von 25 Grad stützt das Lager radiale Kräfte ab und nimmt zusätzlich Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. Die zweireihige Geometrie vereint zwei gegeneinander angestellte Kugelreihen in einem Außen- und Innenring, was eine kompakte Lagerung bei kombinierter Beanspruchung ermöglicht.
Lagerringe und Wälzkörper sind aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt. Die Führung der Kugelreihen übernimmt ein Polyamidkäfig (TVH). Dieser thermoplastische Käfig reduziert die bewegte Masse gegenüber massiven Metallausführungen und trägt zu einer gedämpften Geräuschentwicklung im Betrieb bei.
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