SKF
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Das zweireihige Schrägkugellager 3215 A/C3 von SKF (75x130x41,3 mm) nimmt hohe Radial- und beidseitige Axialkräfte bei erhöhter C3-Lagerluft auf.
Das Schrägkugellager 3215 A/C3 von SKF ist ein offenes, zweireihiges Wälzlager für industrielle Anwendungen. Das Lager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) verfügt über einen Druckwinkel von 30 Grad und eine Standardanordnung ohne Flansch oder Nut am Außenring. Durch die Konstruktion mit zwei Kugelreihen nimmt dieses Wälzlager kombinierte Belastungen in radialer sowie axialer Richtung auf und benötigt axial weniger Bauraum als zwei separate Einzellager.
Die zweireihige Bauweise nimmt gleichzeitig radiale Kräfte und wechselnde axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Typische Einsatzfelder sind Lagerungsanordnungen mit kombinierter Lastbeanspruchung, die eine präzise Führung verlangen. Da es sich um eine offene Ausführung ohne integrierte Dichtungen handelt, ist das Lager für den Betrieb in sauberen Umgebungen mit externer Schmierung konzipiert, wie etwa in geschlossenen Gehäusen.
Die Ausführung mit der Lagerluft C3 weist ein leicht vergrößertes radiales Spiel gegenüber der Normalluft auf. Dies gleicht thermische Dehnungen bei Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad aus und mindert das Risiko von Verspannungen der Bauteile. Die Fertigung nach Toleranzklasse P6 (entspricht ABEC 3) bietet zudem eine erhöhte Lauf- und Maßgenauigkeit gegenüber Standardtoleranzen. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper und unterstützt eine gleichmäßige Lastverteilung.
Das Wälzlager besitzt eine Innenbohrung von 75 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm und eine Breite von 41,3 mm. Diese genormten Hauptabmessungen der Baureihe 3215 ermöglichen einen direkten Austausch in passenden Lagersitzen ohne konstruktive Anpassungen der Welle oder des Gehäuses.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft im Vergleich zur Standardausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist vorteilhaft, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen das radiale Spiel nach dem Einbau verringern.
Der Druckwinkel von 30 Grad bestimmt die Wirkungslinie, entlang der die Wälzkörper die Kräfte zwischen Innen- und Außenring übertragen. Bei zweireihigen Schrägkugellagern unterstützt dieser Winkel die gleichzeitige Aufnahme von hohen Radialkräften und beidseitig wirkenden Axialkräften bei hoher Kippsteifigkeit der Lagerung.
Das Schrägkugellager ist für einen Betriebsbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die thermische Beständigkeit des Wälzlagerstahls 100Cr6 und des Stahlblechkäfigs erlaubt den Einsatz unter erhöhten thermischen Bedingungen, sofern ein passendes Schmiermittel für den gewählten Temperaturbereich verwendet wird.
Die Toleranzklasse P6, im angloamerikanischen Raum auch als ABEC 3 bezeichnet, definiert engere Fertigungstoleranzen als die normale Standardklasse. Dies umfasst eine höhere Genauigkeit bei den Anschlussmaßen sowie eine verbesserte Rundlaufgenauigkeit, was zu einer erhöhten Laufruhe und reduzierten Schwingungen in der Anwendung beiträgt.
Als offene Bauform ist dieses Lager für Konstruktionen vorgesehen, bei denen die Lagerstelle durch das Gehäuse oder externe Dichtungen geschützt wird. Die offene Konstruktion ermöglicht eine freie Zirkulation von Schmieröl oder Schmierfett direkt an den Kugelreihen und minimiert das Reibungsmoment der Lagerstelle.
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