SKF
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Das Schrägkugellager 3212 A/C3 von SKF (60x110x36,5 mm) nimmt als zweireihiges Wälzlager radiale sowie beidseitig axiale Belastungen mit 30 Grad Druckwinkel auf.
Das Schrägkugellager 3212 A/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die Konstruktion mit einem Druckwinkel von 30 Grad stützt dieses Lager radiale Kräfte sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen ab. Mit 60 mm Bohrung, 110 mm Außendurchmesser und 36,5 mm Breite entspricht es einer kompakten Baueinheit. Ein stabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper bei Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius.
Wellenlagerungen erfordern häufig die gleichzeitige Aufnahme hoher Radiallasten und wechselnder Axialkräfte. Durch die zweireihige Ausführung ersetzt dieses Bauteil zwei gepaarte einreihige Lager bei geringerem axialem Bauraum. Typische Einsatzfelder liegen in Lagerungsanordnungen mit kombinierter Beanspruchung und beidseitig axialer Führung der Welle. Weil das Lager offen konstruiert ist, lässt es sich direkt in vorhandene Schmierkreisläufe innerhalb geschlossener Maschinengehäuse einbinden.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft. Dieser Spielraum gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen zwischen Welle und Gehäuse aus, sodass die Wälzkörper auch bei Betriebstemperatur frei abrollen. Zudem wirkt das Zusatzspiel Verspannungen entgegen, wenn feste Passungssitze den Innenring aufweiten. In Kombination mit der Toleranzklasse P6 (ABEC 3) bietet die Lagerung eine hohe Laufgenauigkeit bei geringer Schwingungsneigung.
Dieses zweireihige Schrägkugellager weist einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm sowie eine Gesamtbreite von 36,5 mm auf. Der Außenring besitzt weder Flansch noch Umfangsnut. Aufgrund dieser Maße lässt sich das Bauteil präzise in zylindrische Gehäusebohrungen und auf entsprechende Wellensitze montieren.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Variante ab Werk keine Dicht- oder Deckscheiben und enthält keine Schmierfettfüllung. Daher erfordert der Einsatz eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit. Die Schmierung erfolgt über das umgebende System, etwa über ein Ölbad oder eine anwendungsspezifische Fettfüllung im Bereich von -20 bis +150 Grad Celsius.
Eine Radiallagerluft der Stufe C3 bietet mehr radiales Spiel als die Standardausführung. Dies wirkt einem Verklemmen der Wälzkörper entgegen, wenn Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Auch bei strammen Passungen auf der Welle bleibt nach dem Einbau genügend Betriebsspiel erhalten, was zur Minderung von Reibung und Verschleiß beiträgt.
Der Druckwinkel beschreibt die Wirkungslinie der übertragenen Kräfte zwischen den Laufbahnen und den Kugeln. Bei einem Winkel von 30 Grad nimmt das Bauteil beträchtliche Axialkräfte in beiden Richtungen stabil auf. Gleichzeitig unterstützt die Geometrie eine hohe radiale Belastbarkeit bei kombiniert wirkenden Kräften.
Die Toleranzklasse P6 definiert engere Fertigungstoleranzen bezüglich Maß-, Form- und Laufgenauigkeit als die gewöhnliche Normaltoleranz. Diese Präzision reduziert Schwingungen im Antrieb und begünstigt einen ruhigen Lauf. Sie empfiehlt sich für industrielle Lagerungen mit gehobenen Ansprüchen an Rundlauf und Führungsgenauigkeit.
Der Käfig aus Stahlblech hält die Kugeln beider Reihen auf definiertem Abstand und verhindert den gegenseitigen Kontakt der Wälzkörper. Er verbindet ein geringes Gewicht mit mechanischer Belastbarkeit und verhält sich neutral gegenüber mineralischen Schmierstoffen. Zudem deckt das Material das gesamte Temperaturfenster von -20 bis +150 Grad Celsius ab.
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