SKF
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Das zweireihige Rillenkugellager 411802 von SKF mit den Maßen 36,5 x 68 x 15 mm ist auf hohe radiale Traglasten bei kompakter Bauweise ausgelegt.
Das Rillenkugellager 411802 ist ein zweireihiges Radialkugellager ohne Dichtscheiben, das vorrangig für die Aufnahme radialer Kräfte konstruiert ist. Durch die zweite Kugelreihe nimmt dieses Lager bei gegebener Bohrung von 36,5 mm höhere Lasten auf als einreihige Ausführungen vergleichbarer Dimension. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und geführt durch einen stabilen Stahlblechkäfig, eignet sich das Bauteil für anspruchsvolle mechanische Baugruppen im Maschinenbau und in industriellen Instandhaltungsanwendungen.
Dieses Radialrillenkugellager kommt vor allem dort zum Einsatz, wo auf engem axialem Bauraum gesteigerte Radiallasten wirken und die Tragfähigkeit eines einreihigen Lagers an ihre Grenzen stößt. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie in geschlossenen Getriebekonstruktionen. Da das Bauteil als offenes Lager konzipiert ist, lässt es sich vorteilhaft in Gehäusen montieren, in denen das Schmiermittel ungehindert an die Wälzkörper gelangen und zirkulieren kann.
Die zweireihige Konstruktion verteilt einwirkende Kräfte auf zwei parallele Kugelkränze und steigert dadurch die Belastbarkeit im Vergleich zu einreihigen Lagervarianten. Mit der herstellungsseitigen Einstufung in die normale Radiallagerluft sowie die Toleranzklasse P0 (ABEC 1) entspricht das Wälzlager den gängigen Standards für industrielle Einbauverhältnisse. Bei der Gehäusekonstruktion ist zu beachten, dass die offene Bauform eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutz erfordert. Das Lager ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt.
Mit einem Innendurchmesser von 36,5 mm, einem Außendurchmesser von 68 mm und einer Breite von 15 mm entspricht das Bauteil definierten Standardmaßen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Flansch oder Nut ausgeführt. Diese Abmessungen ermöglichen die präzise Montage auf entsprechenden Wellen und in Gehäusebohrungen im Maschinenbau.
Durch die Integration von zwei Kugelreihen verteilt sich die radiale Belastung auf mehr Wälzkörper, wodurch das Lager höhere Lasten aufnehmen kann als eine einreihige Ausführung mit identischen Hauptabmessungen. Diese Bauform empfiehlt sich daher besonders für Lagerstellen mit erhöhter Beanspruchung, bei denen der verfügbare axiale Bauraum begrenzt ist.
Eine offene Bauweise ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben ermöglicht den ungehinderten Schmierstoffzutritt aus dem umgebenden Gehäuse, beispielsweise in ölgeschmierten Getrieben. Zudem entsteht kein Reibungswiderstand durch Dichtlippen. Um vorzeitigen Verschleiß durch Fremdpartikel zu vermeiden, muss die Lagerstelle über die Gehäusekonstruktion extern gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
Als herstellungsbedingter Standard definiert die Toleranzklasse P0 (auch Normaltoleranz PN oder ABEC 1) die Maß- und Laufgenauigkeiten. Sie deckt die Anforderungen üblicher Industrieanwendungen ab. Lager dieser Toleranzklasse eignen sich für wirtschaftliche Lagerungen in Konstruktionen, die keine verengten Präzisionstoleranzen verlangen.
Für dieses Wälzlager ist ein Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad spezifiziert. Sowohl der Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Bereich ihre Formstabilität. Bei der Auswahl des Schmierstoffs ist darauf zu achten, dass das verwendete Schmiermittel für die jeweiligen Betriebstemperaturen freigegeben ist.
Die normale Radiallagerluft bezeichnet das werksseitige Radialspiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im unverbauten Zustand. Sie ist so ausgelegt, dass nach dem Einpressen mit üblichen Passungen und unter betriebsbedingter Erwärmung ein funktionsgerechtes Betriebsspiel im Lager verbleibt.
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