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Das Rillenkugellager 61820 -C3 von NKE Steyr bietet als kompaktes Dünnringlager (100x125x13 mm) mit C3-Lagerluft hohe Laufruhe bei geringem Bauraumbedarf.
Das Rillenkugellager 61820 -C3 von NKE Steyr ist ein einreihiges Wälzlager mit sehr schmalem Querschnitt bei vergleichsweise großem Wellendurchmesser. Konstruktionen mit beengten Einbauverhältnissen verlangen oft nach leichten Lagern, die dennoch radiale Führung bieten. Dieses offene Modell besteht aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und führt die Wälzkörper in einem stabilen Stahlblechkäfig. Durch die Fertigung in der Normtoleranzklasse P0 (ABEC 1) eignet sich das Lager für standardisierte Passungen im industriellen Umfeld.
Der Einbau dieses Dünnringlagers empfiehlt sich vorrangig bei Hohlwellen oder großen Wellendurchmessern, wenn der radiale Einbauraum im Gehäuse stark limitiert ist. Die Konstruktion nimmt vorwiegend radiale Lasten bei schlanker Bauform auf. Da keine integrierten Dichtungen vorhanden sind, lässt sich das Bauteil flexibel in geschlossene Gehäusesysteme integrieren, in denen ein bauseitiger Schmierkreislauf mit Öl oder Fett für die Versorgung sorgt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine gegenüber der Normausführung vergrößerte radiale Lagerluft. Dieser zusätzliche Freiraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist vorteilhaft, wenn feste Passungen auf Welle oder Gehäuse den Innenring aufweiten oder den Außenring einschnüren. Zudem gleicht das vergrößerte Radialspiel Temperaturdifferenzen im Betrieb aus. Erwärmt sich die Welle stärker als das umgebende Gehäuse, wirkt die C3-Lagerluft einem Verspannen der Wälzkörper entgegen.
Mit einem Innendurchmesser von 100 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm und einer Baubreite von 13 mm weist das Bauteil einen sehr schlanken Querschnitt auf. Diese Maße kennzeichnen die Ausführung als Dünnringlager, konzipiert für große Wellendurchmesser bei minimalem radialem Gehäuseraum.
Die Nachsetzzeichen-Kennung C3 gibt an, dass die interne Radiallagerluft größer bemessen ist als in der Standardklasse CN. Dies beugt einem Klemmen der Wälzkörper bei thermischer Ausdehnung oder nach dem Aufpressen auf feste Passungssitze vor, damit das erforderliche Betriebsspiel erhalten bleibt.
Offene Wälzlager besitzen weder Deckscheiben noch berührende Gummidichtungen. Diese Bauform minimiert die Reibung und erlaubt eine freie Durchspülung mit dem Schmierstoff der Maschine. Anwender nutzen offene Lager bevorzugt in Gehäusen mit externer Abdichtung, in denen Ölschmierung oder regelmäßige Nachschmierung vorgesehen ist.
Das Bauteil ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Die Kombination aus formstabilem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) und dem temperaturfesten Stahlblechkäfig ermöglicht den Einsatz innerhalb dieses Spektrums. Wichtig ist dabei die Auswahl eines Schmierstoffs, der die Betriebstemperatur der jeweiligen Anwendung abdeckt.
NKE Steyr fertigt dieses Rillenkugellager in der Standardtoleranzklasse P0 bzw. PN, was international dem ABEC-1-Standard entspricht. Diese Genauigkeitsklasse deckt die üblichen Industrieanforderungen im allgemeinen Maschinenbau ab und erlaubt die Montage auf standardmäßig gefertigten zylindrischen Wellensitzen und Gehäusebohrungen.
NKE AUSTRIA GmbH
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