SKF
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Einreihiges Rillenkugellager 6219 /C4 von SKF mit 95 mm Bohrung, offenem Aufbau und stark vergrößerter C4-Lagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das Rillenkugellager 6219 /C4 ist ein offenes, einreihiges Radialkugellager nach DIN-Toleranzklasse Normal (P0/ABEC 1) aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Mit den Abmessungen 95 mm Innendurchmesser, 170 mm Außendurchmesser und 32 mm Breite nimmt dieses Wälzlager vorwiegend radiale sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm. Die offene Konstruktion ermöglicht die Schmierung über das umgebende System, während das Bauteil für Einsatztemperaturen von -20 bis +150 °C ausgelegt ist.
Dieses Rillenkugellager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit hoher thermischer Belastung, bei denen Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Die offene Bauweise erlaubt die Schmierung über das umgebende Gehäuse oder über Tauchbäder. Zudem unterstützt die Konstruktion Wellen mit festen Passungen, bei denen das Lagerspiel im Betrieb nicht unzulässig verringert werden darf.
Das Kurzzeichen C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft, die über dem Bereich von C3 liegt. Diese Variante empfiehlt sich, wenn Erwärmungen der Welle eine radiale Wärmeausdehnung bewirken oder feste Presspassungen an Innen- und Außenring das Betriebsspiel einengen. Dadurch lässt sich ein Verspannen der Wälzkörper im Laufkanal vermeiden. Da dieses Modell ohne integrierte Dichtungen gefertigt ist, erfordert die Lagerstelle eine wirksame externe Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
Die Hauptabmessungen betragen 95 mm Bohrungsdurchmesser, 170 mm Außendurchmesser und 32 mm Breite. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch ausgeführt. Dank dieser Maße fügt sich das Bauteil exakt in passende Gehäuse- und Wellensitze im Maschinenbau ein.
Ohne integrierte Dicht- oder Deckscheiben eignet sich dieses Lager für Konstruktionen mit externer Schmiermittelversorgung, wie etwa durch Ölbäder oder Umlaufschmierung. Durch den Verzicht auf berührende Dichtungen tritt zudem kein Dichtungsreibmoment auf, was den Drehwiderstand im Betrieb gering hält.
Die Lagerluft C4 bietet ein Radialspiel, das über den Klassen Normal und C3 liegt. Sie wird gewählt, wenn erhebliche Temperaturgefälle zwischen Innen- und Außenring auftreten oder stramme Passungen das Lagerspiel reduzieren. Das vergrößerte Ausgangsspiel verhindert, dass das Lager im Betrieb unter thermischer Ausdehnung klemmt.
Der spezifizierte Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 °C. Die Bauteile aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) sowie der Stahlblechkäfig sind für diese Spanne thermisch ausgelegt. Bei der Auslegung sollte darauf geachtet werden, dass auch der eingesetzte Schmierstoff für den jeweiligen Temperaturbereich freigegeben ist.
Das Wälzlager entspricht der Normaltoleranzklasse P0 (äquivalent zu PN oder ABEC 1). Diese Toleranzklasse definiert die standardisierten Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für gängige industrielle Anwendungen. Entsprechende Lagersitze lassen sich damit ohne Sonderpassungen an Welle und Gehäuse realisieren.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper im Laufkanal und verhindert den direkten Kontakt der Kugeln untereinander. Stahlblech zeichnet sich durch geringes Eigengewicht und Festigkeit aus. Der Käfig verträgt Betriebstemperaturen von bis zu +150 °C und ist für alle gebräuchlichen Schmierstoffe auf Mineralölbasis geeignet.
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