NACHI
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Das einreihige Rillenkugellager 6811 von NACHI (55x72x9 mm) spart Bauraum und führt Wellen bei normalen radialen Belastungen.
Das Rillenkugellager 6811 zeichnet sich durch seinen schmalen Querschnitt bei einer Bohrung von 55 mm aus. Als offenes, einreihiges Kugellager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt dieses Bauteil von NACHI vor allem radiale Kräfte sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Die Bauform ohne Dichtelemente ermöglicht einen reibungsarmen Lauf in geölten oder gefetteten Gehäusen. Durch die geringe Bauhöhe eignet sich die Konstruktion für Anwendungen mit begrenztem radialem Bauraum.
Diese Bauform kommt in Lagerungen zum Einsatz, bei denen ein vergleichsweise großer Wellendurchmesser mit einem schmalen Außendurchmesser kombiniert werden muss. Konstruktionen mit eng begrenztem radialem Bauraum nutzen die Abmessungen der Reihe 68 für kompakte Baugruppen. Da das Lager beidseitig offen gefertigt ist, setzt der Einbau eine saubere Kapselung oder ein geschlossenes Gehäuse voraus, um Schmiermittel im Lagerbereich zu halten und Schmutz fernzuhalten.
Weil ab Werk keine Dichtungen integriert sind, erfolgt die Schmierstoffversorgung über das Gehäuse oder durch bauseits eingebrachtes Fett oder Öl. Das Fehlen berührender Dichtlippen begünstigt einen leichten Lauf ohne zusätzliches Schleifmoment. Die normale Radiallagerluft gleicht moderate Presssitze und thermische Ausdehnungen aus. Der Stahlblechkäfig und der Werkstoff 100Cr6 sind für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius ausgelegt.
Die Maße betragen 55 mm Innendurchmesser, 72 mm Außendurchmesser und 9 mm Breite. Diese Geometrie entspricht der besonders schmalen Baureihe für beengte Bauräume. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch ausgeführt und fügt sich bündig in passende Gehäusebohrungen ein.
Offene Lager besitzen ab Werk keine Dichtscheiben, wodurch keine zusätzliche Reibung durch berührende Dichtlippen entsteht. Vor der Inbetriebnahme müssen Wälzkörper und Laufbahnen mit geeignetem Schmierfett oder Öl versehen werden. Zudem muss die Lagerstelle durch Gehäusedeckel oder externe Dichtringe gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
Als normale Radiallagerluft gilt das definierte radiale Spiel zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen im unverbauten Zustand. Dieses Spiel gleicht betriebsbedingte Erwärmung sowie Passungseinflüsse aus. Bei gewöhnlichen Betriebsbedingungen unterstützt diese Standardluft einen vibrationsarmen Lauf der Welle.
Ausgelegt ist das Bauteil für Temperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig bleiben in dieser Temperaturspanne formstabil. Bei höheren Betriebstemperaturen muss darauf geachtet werden, dass das verwendete Schmiermittel thermisch stabil bleibt.
P0, PN sowie ABEC 1 bezeichnen den industriellen Standard für Maß- und Rundlaufgenauigkeit bei Wälzlagern. Diese Einstufung deckt übliche Anforderungen im Maschinenbau zuverlässig ab, ohne dass kostenintensive Sonderpassungen für den Lagersitz erforderlich sind.
Ein Käfig aus gepresstem Stahlblech führt die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert deren gegenseitige Berührung. Das verringert innere Reibung sowie Geräuschentwicklung. Stahlblechkäfige sind beständig gegen gängige Industrieöle und Schmierfette im gesamten Temperaturbereich des Lagers.
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