STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 61864 MA/C3 von STC-Steyr bietet mit 320 mm Bohrung und Messing-Massivkäfig eine robuste Lagerung für anspruchsvolle Großwellen.
Das Rillenkugellager 61864 MA/C3 von STC-Steyr ist ein einreihiges Wälzlager für Industrieanwendungen mit großen Wellendurchmessern. Mit einer Bohrung von 320 mm, einem Außendurchmesser von 400 mm und einer schmalen Baubreite von 38 mm nimmt dieser Dünnring-Typ vorwiegend radiale Belastungen sowie moderate Axialkräfte auf. Die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 sichert eine hohe Formbeständigkeit im regulären Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad. Sie integrieren die offene Bauform bevorzugt in geschlossene Gehäuse mit externer Schmierstoffversorgung.
Dieses Großwälzlager kommt typischerweise in Konstruktionen zum Einsatz, bei denen trotz großer Wellenabmessungen von 320 mm ein kompakter Gehäusedurchmesser gefordert ist. Durch den schmalen Querschnitt lässt sich die Lagerstelle radial platzsparend ausführen. Da das Lager offen ausgeführt ist, umspült das Gehäuseschmiermittel die Laufbahnen ungehindert. Gleichzeitig erfordert der Einsatz eine zuverlässige Gehäuseabdichtung gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit.
Das Nachsetzzeichen MA kennzeichnet einen außenbordgeführten Messing-Massivkäfig. Dieser Käfig führt die Wälzkörper präzise und ist für hohe Beschleunigungen sowie Schwingungsbelastungen konzipiert. Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese zusätzliche Luftreserve trägt dazu bei, ein Verspannen der Kugeln zu vermeiden, wenn sich Innenring und Welle im laufenden Betrieb erwärmen oder stramme Passungen das Lagerspiel nach dem Aufpressen verengen.
Mit einem Innendurchmesser von 320 mm, einem Außendurchmesser von 400 mm und einer Breite von 38 mm besitzt das Lager einen sehr schmalen Querschnitt. Diese Geometrie erlaubt platzsparende Lagerungskonzepte auf massiven Wellen. Gefertigt ist die Ausführung nach der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 aus klassischem Wälzlagerstahl.
Der Zusatz MA steht für einen Messing-Massivkäfig, der auf dem Außenring geführt wird. Diese Außenbordführung verleiht dem Käfig auch bei dynamischen Belastungen und Vibrationen eine hohe Führungssicherheit. Zudem zeigt sich Messing unempfindlich gegenüber Reibungswärme und harmoniert mit gebräuchlichen Schmierölen und Schmierfetten.
Die Kennzeichnung C3 weist eine größere radiale Lagerluft als die Normalausführung aus. Sie gleicht thermische Ausdehnungen aus, wenn während des Betriebs Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten. Zudem trägt die C3-Luft dazu bei, ein Klemmen der Kugeln zu vermeiden, falls Passungen auf der 320-mm-Welle den Innenring messbar aufweiten.
Da ab Werk keine Dichtscheiben verbaut sind, bringen Anwender das Schmiermittel bei der Erstmontage oder über das Gehäuse ein. Je nach Einbausituation und Betriebsbedingungen dient Schmieröl oder Wälzlagerfett zur Versorgung. Eine regelmäßige Nachschmierung und eine externe Gehäuseabdichtung schützen die Laufbahnen vor Verschleiß und Kontamination.
Ausgelegt ist dieses Wälzlager für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad. Innerhalb dieser Spanne behalten die Lagerringe aus 100Cr6-Stahl und der Messingkäfig ihre Formstabilität. Bei der Auswahl des Schmierstoffs sollten Sie darauf achten, dass dieser für den gesamten thermischen Einsatzbereich der Anlage geeignet ist.
Als einreihiges Radiallager überträgt das Bauteil primär radiale Kräfte, die senkrecht auf die Welle wirken. Aufgrund der tiefen Rillen in den massiven Laufbahnen nimmt es zugleich axiale Führungskräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung besitzt keinen Flansch oder Ringnut am Außenring.