STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 6068 M/C3 von STC-Steyr ist ein offenes Großlager mit 340 mm Bohrung, Messingkäfig und vergrößerter Lagerluft C3.
Dieses einreihige Rillenkugellager nimmt vorrangig radiale Belastungen auf und führt Wellen mit großem Durchmesser. Aus Standard-Wälzlagerstahl gefertigt, verfügt das Großwälzlager über einen zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut. Dank der offenen Bauform ohne Dichtscheiben gelangt das Schmiermittel direkt an Laufbahnen und Kugeln, wodurch sich das Lager flexibel in bestehende Schmierkonzepte industrieller Großanlagen einbinden lässt.
Das Rillenkugellager 6068 M/C3 kommt vor allem in schweren Industriegetrieben, Großantrieben und im allgemeinen Maschinenbau zum Einsatz. Überall dort, wo massive Wellen mit 340 mm Durchmesser gelagert werden und hohe Radialkräfte wirken, übernimmt dieser Lagertyp die tragende Funktion. Durch die offene Ausführung lässt sich das Wälzlager bedarfsgerecht in Ölbad- oder Zentralschmieranlagen integrieren. Zudem nimmt die tiefe Laufrillengeometrie neben hohen Radialkräften auch moderate Axialkräfte in beiden Richtungen auf.
Der massive Messingkäfig führt die Wälzkörper auf Abstand und eignet sich für anspruchsvolle Einsatzbedingungen mit Vibrationen oder dynamischen Beschleunigungen. Die herstellerseitig leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht betriebsbedingte Wärmeausdehnungen zwischen Innen- und Außenring aus. Wenn Welle und Innenring im Betrieb wärmer werden als das umgebende Gehäuse, trägt das vergrößerte Radialspiel dazu bei, einem Verspannen der Bauteile vorzubeugen. Dadurch bleibt die Drehbewegung über den spezifizierten Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad gleichmäßig erhalten.
Mit einem Innendurchmesser von 340 mm, einem Außendurchmesser von 520 mm und einer Breite von 82 mm weist das Lager standardisierte Abmessungen auf. Diese Maße ermöglichen den passgenauen Einbau auf entsprechenden Großwellen und in Gehäusebohrungen im schweren Maschinenbau.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist zweckmäßig, wenn feste Passungen gewählt werden oder im laufenden Betrieb erhebliche Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse auftreten.
Der Messingkäfig mit dem Kennzeichen M trennt die Wälzkörper und führt sie gleichmäßig auf den Laufbahnen. Gegenüber Standardkäfigen aus Stahlblech zeichnet sich massives Messing durch hohe Formstabilität und günstige Notlaufeigenschaften aus, was bei Großlagern unter wechselnden Lastbedingungen vorteilhaft ist.
Offene Wälzlager besitzen ab Werk weder Deck- noch Dichtscheiben. Diese Konstruktion erlaubt eine ungehinderte Schmiermittelzufuhr über externe Systeme wie eine Ölumlauf- oder Zentralschmierung. Schmierstoffwechsel und Sichtprüfungen der Laufbahnen lassen sich dadurch im laufenden Instandhaltungsprozess direkt umsetzen.
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Sowohl die Ringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl als auch der Messingkäfig behalten in diesem thermischen Bereich ihre mechanische Stabilität und Festigkeit.
Das Lager ist in der Normaltoleranzklasse P0 bzw. PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse deckt die typischen Präzisionsanforderungen im schweren Maschinenbau und in industriellen Antriebskonzepten ab.