STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 61892 MA/C3 von STC-Steyr bietet mit den Maßen 460x580x56 mm eine kompakte Großlagerung mit Messingkäfig und erhöhter C3-Lagerluft.
Das Rillenkugellager 61892 MA/C3 ist ein einreihiges Großwälzlager für Industrieanwendungen mit einem Wellendurchmesser von 460 mm. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt dieses offene Lager vorrangig radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Da herstellerseitig keine Dichtungen integriert sind, eignet sich die Ausführung vor allem für Gehäuse mit externer Schmierstoffversorgung. Instandhalter und Konstrukteure nutzen die genormte Bauform zur passgenauen Integration in zylindrische Lagersitze.
Typische Einsatzbereiche für das Rillenkugellager 61892 MA/C3 liegen im Großmaschinenbau sowie in schweren Industriegetrieben und Antriebsanlagen. Mit 580 mm Außendurchmesser und einer Breite von 56 mm beansprucht das Lager vergleichsweise wenig radialen Bauraum. Dies erleichtert schlanke Konstruktionen auf groß dimensionierten Wellen. Die offene Ausführung erlaubt den direkten Anschluss an Ölumlauf- oder zentrale Nachschmiersysteme. Der zylindrische Außenring ohne Nut oder Flansch lässt sich unkompliziert in entsprechende Gehäusebohrungen einschieben.
Das Kürzel MA bezeichnet einen außenbordgeführten Messing-Massivkäfig. Dieser Käfigtyp führt die Wälzkörper auch bei starken Vibrationen oder raschen Drehzahlwechseln gleichmäßig in den Laufbahnen. Messing weist als Werkstoff günstige Reibeigenschaften auf und eignet sich für anspruchsvolle Beanspruchungen. Die vergrößerte Lagerluft C3 gleicht Wärmedehnungen zwischen Welle und Gehäuse im Betrieb aus. Dies trägt dazu bei, Verspannungen bei thermischen Differenzen zu reduzieren. Der thermische Einsatzbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius.
Die Bohrung misst 460 mm, der Außendurchmesser beträgt 580 mm und die Breite liegt bei 56 mm. Das Bauteil gehört damit zu den groß dimensionierten Wälzlagern mit schmalem Querschnitt. Diese Proportionen ermöglichen platzsparende Konstruktionen auf großen Hohl- oder Vollwellen im industriellen Anlagenbau.
Das Nachsetzzeichen MA steht für einen massiven Messingkäfig, der am Außenring geführt wird. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit sowie günstige Notlaufeigenschaften aus. Die Außenbordführung unterstützt die gleichmäßige Führung der Wälzkörper bei Schwingungen oder dynamischen Belastungen im Anlagenbetrieb.
Das C3-Kürzel weist auf ein größeres Radialspiel im Neuzustand hin. Bei Wellen mit 460 mm Durchmesser können feste Passungen oder betriebsbedingte Erwärmung das Spiel im eingebauten Zustand verringern. Die C3-Ausführung dient dazu, thermische Ausdehnungen aufzufangen und ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden.
Dieses Modell besitzt werksseitig keine integrierten Dichtungen. Konstrukteure dichten den Lagerraum stattdessen über externe Bauteile des Gehäuses ab, etwa durch Wellendichtringe oder Labyrinthsysteme. Diese offene Bauart ermöglicht zudem eine flexible Schmierstoffwahl und das einfache Einbinden in bestehende Schmierstoffkreisläufe.
Die Auslegung erlaubt Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 und der Messingkäfig behalten in diesem Fenster ihre Formstabilität. Für den tatsächlichen Betrieb muss das verwendete Schmiermittel auf die jeweiligen Umgebungstemperaturen abgestimmt sein.
Das Lager ist nach der Standard-Toleranzklasse P0 bzw. PN gefertigt, was der Klasse ABEC 1 entspricht. Diese Normgenauigkeit erfüllt die gängigen Anforderungen für den allgemeinen Industrie- und Schwermaschinenbau. Sie erlaubt eine unkomplizierte Passungsauswahl für Wellen und Gehäusebohrungen nach Standardtoleranzen.