STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 61884 MA/C3 von STC-Steyr bietet mit den Maßen 420x520x46 mm eine schwere Lagerung mit Messing-Massivkäfig und C3-Lagerluft.
Das Rillenkugellager 61884 MA/C3 ist ein einreihiges Großwälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer Bohrung von 420 mm, einem Außendurchmesser von 520 mm und einer Breite von 46 mm. Als offenes Lager nimmt diese Konstruktion primär radiale sowie moderate axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Gefertigt vom Hersteller STC-Steyr in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1), eignet sich dieses Bauteil für anspruchsvolle Maschinenwellen, bei denen eine verlässliche Führung rotierender Massen gefragt ist.
Dieses Großlager dient vorrangig der Lagerung von Wellen im schweren Maschinenbau, in Industriegetrieben sowie in Förder- und Antriebsanlagen. Die offene Bauform kommt zum Einsatz, wenn die Lagerstelle in ein geschlossenes, öl- oder fettgeschmiertes Gehäuse integriert ist. Durch die offene Bauform gelangt das Schmiermittel ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen, wodurch eine effektive Wärmeabfuhr im Betrieb unterstützt wird.
Der außenbordgeführte Messing-Massivkäfig (MA) führt die Wälzkörper auch bei dynamischen Belastungen, Drehzahländerungen oder Schwingungen formstabil auf Abstand. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 trägt dazu bei, ein Verspannen des Lagers zu vermeiden, falls sich Welle und Innenring im Betrieb erwärmen oder feste Passungen das radiale Spiel verringern. Für den Betrieb ist ein Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad vorgesehen. Eine saubere Gehäuseabdichtung schützt die Lagerstelle vor Schmutzeintrag.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 420 mm, einen Außendurchmesser von 520 mm sowie eine Breite von 46 mm auf. Mit diesem schmalen Querschnitt bei großem Bohrungsdurchmesser gehört die Baureihe 618 zu den Dünnringlagern für kompakte Bauräume im Großmaschinenbau. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt.
Das Kürzel MA kennzeichnet einen Messing-Massivkäfig, der am Außenring geführt wird. Diese außenbordgeführte Ausführung zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit aus. Sie eignet sich für Einsätze mit Vibrationen oder wechselnden Drehzahlen, da der Massivkäfig die Kugeln präzise in der Spur hält.
Die Lagerluftklasse C3 bezeichnet eine leicht vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber dem Normalwert. Dieser zusätzliche Freiraum dient dem Ausgleich thermischer Ausdehnungen, wenn im Dauerbetrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Zudem verringert die C3-Luft das Risiko eines Klemmens bei strammen Passungssitzen auf der Welle.
Da das Lager ohne integrierte Dichtscheiben ausgeführt ist, muss die Lagerstelle im Gehäuse extern gegen Schmiermittelverlust abgedichtet sein. Die Versorgung erfolgt je nach Anlagenkonzept über ein Ölbad, eine Umlaufschmierung oder regelmäßiges Nachschmieren mit Fett. Das Schmiermittel gelangt direkt an Laufbahnen und Wälzkörper.
Das Wälzlager ist für einen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 der Ringe und Kugeln als auch der Messing-Massivkäfig behalten in dieser Spanne ihre Maßhaltigkeit. Das eingesetzte Schmiermittel muss auf diese Einsatztemperaturen abgestimmt sein.
Das Lager wird in der Toleranzklasse P0 gefertigt, was der Klasse PN beziehungsweise ABEC 1 entspricht. Diese Normaltoleranz erfüllt die Vorgaben gängiger Industrieanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau vollauf und harmoniert mit den üblichen Fertigungstoleranzen zylindrischer Wellen- und Gehäusesitze.