FAG
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Das Rillenkugellager 6215 -M-J20AA-C4 von FAG bietet Stromisolierung bis 3000 Volt, C4-Lagerluft und einen Messingkäfig bei den Abmessungen 75x130x25 mm.
Das einreihige Rillenkugellager 6215 -M-J20AA-C4 von FAG ist ein offenes Radialkugellager mit einer Bohrung von 75 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm und einer Breite von 25 mm. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, verfügt die Ausführung über einen Messingkäfig. Durch die elektrische Isolierung der Außenflächen des Außenrings ist das Lager gezielt gegen Stromdurchgang geschützt. In Kombination mit der stark erhöhten Radiallagerluft C4 gleicht das Bauteil thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius im Betrieb aus.
Diese Spezialausführung kommt vorrangig in elektrisch angetriebenen Aggregaten zum Einsatz, bei denen Lagerströme auftreten können. Die isolierende Beschichtung am Außenring hält Spannungen von bis zu 3000 Volt ab und beugt so Kraterbildung oder Riffelbildung auf den Laufbahnen vor. Typische Einsatzbereiche sind daher größere Elektromotoren, Generatoren sowie frequenzumrichtergesteuerte Industrieantriebe. Dank des Messingkäfigs eignet sich das Wälzlager auch bei Schwingungen und Beschleunigungskräften im anspruchsvollen Betrieb.
Das Kürzel C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalluft. Dieses Radialspiel sorgt dafür, dass sich Innen- und Außenring bei deutlichen Temperaturunterschieden zwischen Welle und Gehäuse ausdehnen können, ohne das Lager zu verspannen. Da das Bauteil als offenes Lager konzipiert ist, stimmen Sie die Konstruktion auf eine externe Abdichtung sowie eine geeignete Schmiermittelzufuhr ab. Das Lager erfüllt die Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 und passt auf Standardwellen mit 75 mm Durchmesser.
Mit einem Innendurchmesser von 75 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm und einer Baubreite von 25 mm entspricht das Lager den genormten Maßen. Durch den zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Nut fügt sich das Bauteil bündig in passende Gehäusebohrungen ein.
Bei Umrichterantrieben können vagabundierende Ströme auftreten. Ohne Schutz führt ein elektrischer Funkendurchschlag zu Schmelzkratern im Wälzlagerstahl, Zersetzung des Schmierstoffs und vorzeitigem Ausfall. Die Isolierschicht am Außenring hält Spannungen bis 3000 Volt ab und schützt Laufbahnen sowie Wälzkörper vor Stromdurchgang.
Bei Erwärmung der Welle dehnt sich der Innenring oft stärker aus als der Außenring. Die stark erhöhte Radiallagerluft C4 gleicht solche Differenzen aus, beugt einem Verklemmen der Wälzkörper vor und trägt zu einem leichten Lauf bei thermischen Belastungen bei.
Der Werkstoff Messing bietet hohe Formstabilität sowie günstige Notlaufeigenschaften. Im Vergleich zu Stahlblechkäfigen verhält sich die massive Ausführung bei mechanischen Stoßbelastungen, Schwingungen und höheren Drehzahlen unempfindlicher. Zudem ist die Ausführung für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius ausgelegt.
Da dieses Bauteil ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben ausgeführt ist, erfolgt die Abdichtung über die Gehäusedeckel, beispielsweise durch Radial-Wellendichtringe oder Labyrinthsysteme. Die Schmierung stimmen Anwender flexibel auf die Betriebsbedingungen ab, wahlweise über eine angebundene Ölschmierung oder eine gezielte Erst- und Nachfettung mit Wälzlagerfett.
Die Ausführung entspricht der Toleranzklasse P0/PN, international auch als ABEC 1 geführt. Diese Standardgenauigkeit deckt übliche Industrieanforderungen ab und definiert präzise Grenzmaße für die 75-mm-Welle sowie die Gehäusebohrung mit 130 mm Durchmesser.
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