SKF
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Das Rillenkugellager 6020 /C4 von SKF bietet mit 100x150x24 mm und stark erhöhter C4-Lagerluft verlässlichen Lauf bei hohen Betriebstemperaturen.
Das Rillenkugellager 6020 /C4 ist ein einreihiges Wälzlager von SKF in offener Bauform. Mit einer Bohrung von 100 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Breite von 24 mm nimmt dieses Radialkugellager vorwiegend radiale sowie moderate axiale Kräfte auf. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl gleichmäßig in den Laufrillen. Als Ausführung der SKF-Explorer-Leistungsklasse verbindet das Produkt eine erhöhte Maßgenauigkeit der Toleranzklasse P6 mit Eignung für den industriellen Dauereinsatz.
Dieses Rillenkugellager eignet sich vor allem für Industrieanwendungen, bei denen im laufenden Betrieb Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse auftreten. Durch die offene Bauform lässt sich das Wälzlager flexibel über Ölumlaufschmierungen oder gezielte Fettbefüllungen in die umgebende Konstruktion einbinden. Das Lager kommt überall dort zum Einsatz, wo thermische Ausdehnungen der Welle ausgeglichen werden müssen, um Verspannungen oder erhöhten Laufwiderstand zu vermeiden.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark erhöhte Radiallagerluft hin, die über dem normalen Betriebsspiel liegt. Diese Variante kommt zum Einsatz, wenn feste Passungen auf der Welle oder starke Erwärmung während des Betriebs das Betriebsspiel verengen. Die zusätzliche Lagerluft gleicht Maßänderungen der Ringe aus und verhindert ein Festklemmen der Wälzkörper im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Zudem unterstützt die Maßgenauigkeit nach P6 einen passgenauen Sitz im Gehäuse.
Mit einem Innendurchmesser von 100 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Breite von 24 mm entspricht das Modell standardisierten Hauptabmessungen. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Umfangsnut aus, wodurch sich das Bauteil bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einpassen lässt. Das vereinfacht die Konstruktion der Lagerstelle.
Die Kennzeichnung C4 beschreibt eine stark vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalluft. Dieses vergrößerte Spiel zwischen Kugeln und Laufbahnen ist erforderlich, wenn hohe Betriebstemperaturen oder straffe Passungssitze zu einer thermischen Dehnung des Innenrings führen. So bleibt auch unter thermischer Belastung ein freier und klemmfreier Lauf des Wälzlagers erhalten.
Offene Wälzlager verfügen über keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Sie eignen sich für Systeme, in denen eine externe Gehäuseabdichtung vorhanden ist und Schmierstoffe wie Öl oder Fließfett ungehindert an die Laufbahnen zirkulieren müssen. Zudem erlaubt die offene Konstruktion eine individuelle Erstbefettung mit anwendungsspezifischem Schmierfett direkt vor der Montage.
Das Bauteil deckt einen zulässigen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab. Ringe und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6, der zusammen mit dem temperaturstabilen Stahlblechkäfig diesen thermischen Rahmen abdeckt. Die tatsächliche Temperaturgrenze hängt in der Praxis maßgeblich vom verwendeten externen Schmierstoff und dessen thermischer Beständigkeit ab.
Bei diesem Lager kombiniert SKF eine Maßgenauigkeit nach Klasse P6 mit einer normalen Laufgenauigkeit PN. Die Toleranzklasse P6 bedeutet engere Fertigungstoleranzen bei Bohrungs- und Außendurchmesser im Vergleich zum Standard. Dies verbessert die Passgenauigkeit auf der Welle sowie im Gehäusesitz, was Vibrationen mindert und einen ruhigen Lauf begünstigt.
Ein gestanzter Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf festem Abstand und verhindert deren gegenseitige Berührung. Das Material zeichnet sich durch geringes Eigengewicht, hohe mechanische Festigkeit und gute Temperaturbeständigkeit aus. Es verträgt problemlos gängige Mineral- und Synthetikschmierstoffe, ohne mit ihnen chemisch zu reagieren oder spröde zu werden.
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