NSK
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Das einreihige Rillenkugellager 6310 C4 von NSK bietet mit 50x110x27 mm vergrößerte Lagerluft für Anwendungen mit thermischer Belastung oder festen Passungen.
Das Rillenkugellager 6310 C4 von NSK ist ein einreihiges Radialkugellager nach Standardtoleranz P0/PN bzw. ABEC 1. Es verfügt über eine Bohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm sowie eine Breite von 27 mm. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6, führt ein Stahlblechkäfig die rollenden Kugeln gleichmäßig in den tiefen Laufrillen. Diese Ausführung ist beidseitig offen gestaltet und erlaubt Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad Celsius.
Dieses Wälzlager nimmt primär radiale Kräfte sowie axiale Lasten in beiden Richtungen auf. Durch die offene Bauform eignet sich das Lager für öl- oder fettgeschmierte Baugruppen in geschlossenen Getrieben oder Antriebssträngen. Konstruktiv wird die Baugröße 50x110x27 mm bei Wellenlagerungen und Industrieantrieben eingesetzt. Da das Lager keine integrierten Dichtungen besitzt, gelangt das externe Schmiermittel direkt an die Laufbahnen, während Umgebungseinflüsse über die Gehäusekonstruktion abgefangen werden.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte Radiallagerluft hin, die über den Werten von Normal und C3 liegt. Dieses interne Radialspiel soll thermische Längen- und Durchmesseränderungen aufnehmen, wenn zwischen Innen- und Außenring erhebliche Temperaturunterschiede entstehen. Zudem kompensiert die C4-Lagerluft das Aufweiten des Innenrings bei festen Passungen auf der Welle. Vor dem Einbau sollte die Passungswahl geprüft werden, um ein passendes Betriebsspiel sicherzustellen.
Das Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Baubreite von 27 mm. Sowohl die Innen- und Außenringe als auch die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Umfangsnut aus, was die zylindrische Montage im Gehäusesitz ermöglicht.
Ein stark erhöhtes Radialspiel gleicht maßliche Veränderungen aus, wenn feste Wellenpassungen den Innenring aufweiten oder hohe Betriebstemperaturen zu Wärmedehnungen führen. Die Ausführung C4 wirkt damit einem Klemmen der Wälzkörper entgegen. Für Anwendungen ohne nennenswerte thermische Einflüsse oder Presssitze genügt in der Regel die geringere Normal-Lagerluft oder C3.
Als offenes Rillenkugellager ohne Dicht- oder Deckscheiben besitzt das 6310 C4 keine werksseitige Fettfüllung. Das Lager wird bei der Montage über das Gehäuse geschmiert, beispielsweise über ein Ölbad oder eine kontinuierliche Fettzufuhr. Konstruktiv müssen externe Gehäusedichtungen vorgesehen werden, um Schmierstoffverlust und das Eindringen von Schmutz zu verhindern.
Das Rillenkugellager 6310 C4 ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Der eingebaute Stahlblechkäfig und der Wälzlagerstahl bleiben innerhalb dieser Grenzen formstabil. Entscheidend für den dauerhaften Betrieb bei höheren Temperaturen ist zudem die thermische Beständigkeit des eingesetzten externen Schmiermittels.
Die Toleranzklasse P0 (auch PN oder ABEC 1 genannt) entspricht dem industriellen Standard für Maß- und Laufgenauigkeit bei Wälzlagern. Sie eignet sich für den Großteil des allgemeinen Maschinenbaus sowie für Antriebe mit regulären Drehzahlanforderungen.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig und hält die Reibung gering. Im Vergleich zu manchen Kunststoffkäfigen eignet sich Stahlblech für den gesamten Betriebstemperaturbereich bis +150 Grad und verhält sich beständig gegenüber gängigen Schmierölen und Schmierfetten. Das Bauteil ist auf typische Belastungen in Industrieantrieben ausgelegt.
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