STC-Steyr
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Das Rillenkugellager 618/710 MA von STC-Steyr bietet mit den Abmessungen 710x870x74 mm eine platzsparende Bauform für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Dieses einreihige Rillenkugellager 618/710 MA gehört zur Gruppe der Groß- und Dünnringlager. Bei einem Innendurchmesser von 710 mm und einem Außendurchmesser von 870 mm beansprucht das Bauteil im Verhältnis zum Wellendurchmesser einen geringen radialen Bauraum. Es nimmt primär radiale Kräfte auf und stützt zusätzlich axiale Belastungen in beide Richtungen ab. Als offenes Wälzlager ohne integrierte Dichtungen ist es für Anwendungen konzipiert, bei denen die Schmierstoffversorgung über ein externes Schmiersystem oder Ölbad erfolgt.
Großlager dieser Dimension finden ihren Einsatz typischerweise in Industriegetrieben und Großmaschinen mit weiten Wellendurchmessern. Durch den schmalen Querschnitt eignet sich das Rillenkugellager für Konstruktionen, bei denen große Hohlwellen gelagert werden müssen. Konstrukteure nutzen diese Bauart gern, wenn tragfähige Wälzkörperführungen bei begrenztem Außendurchmesser erforderlich sind. Die Ausführung ohne Nut oder Flansch am Außenring ermöglicht dabei den unkomplizierten Einbau in zylindrische Gehäusebohrungen.
Das Nachsetzzeichen MA kennzeichnet einen massiven Messingkäfig, der am Außenring geführt wird. Diese Außenbordführung stabilisiert die Wälzkörper auch bei dynamischen Belastungen und vermindert Schwingungen innerhalb der Laufbahn. Messing zeichnet sich durch gute Notlaufeigenschaften und hohe Festigkeit aus. In Verbindung mit dem Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad und der Standard-Toleranzklasse P0 (ABEC 1) erhalten Anwender eine verlässliche Basisausstattung für kontinuierlich laufende Großanlagen.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 710 mm, einen Außendurchmesser von 870 mm sowie eine Breite von 74 mm auf. Aufgrund dieses Verhältnisses zählt es zu den Dünnringlagern, die trotz eines großen Wellendurchmessers mit einem schlanken Gehäusequerschnitt auskommen.
Das Kürzel MA beschreibt einen Messing-Massivkäfig, der auf den Borden des Außenrings geführt wird. Diese Käfigführung sorgt für eine exakte Führung der Kugeln und verringert Reibungseinflüsse bei höheren Umfangsgeschwindigkeiten im Vergleich zu einfachen Blechkäfigen.
Das Bauteil ist mit normaler Radiallagerluft gefertigt, die auch als Standard-Radialspiel bezeichnet wird. Diese Auslegung ist auf reguläre Betriebstemperaturen und übliche Passungsverhältnisse abgestimmt, sodass die Kugeln nach dem Aufpressen auf die Welle mit definierter Vorspannungsfreiheit abrollen können.
Da dieses offene Lager keine Dichtscheiben besitzt, gelangt der Schmierstoff direkt an die Laufbahnen. Die Schmierung erfolgt in der Regel über das umgebende Aggregat, beispielsweise mittels Ölumlauf, Ölbad oder externer Nachschmierung mit geeignetem Wälzlagerfett.
Sowohl die massiven Ringe als auch die Kugeln sind aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt. Dieser Stahl bietet hohe Verschleißfestigkeit und Formstabilität innerhalb des zulässigen Einsatztemperaturbereichs von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0 bzw. PN nach ISO-Normung, was dem Standard ABEC 1 entspricht. Diese Normaltoleranz genügt für die Mehrzahl aller industriellen Großgetriebe und allgemeinen Maschinenbauten ohne spezielle Hochpräzisionsanforderungen.