SKF
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Stromisoliertes Rillenkugellager 6320 /C3VL0241 von SKF mit 100 mm Bohrung, 215 mm Außendurchmesser und C3-Lagerluft zum Schutz vor schädlichem Stromdurchgang.
Das einreihige Rillenkugellager 6320 /C3VL0241 von SKF ist für Industrieanwendungen konzipiert, bei denen unerwünschte elektrische Ströme über die Welle auftreten können. Hergestellt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6, nimmt diese einreihige Konstruktion radiale Belastungen sowie axiale Führungskräfte in beiden Richtungen auf. Die Ausführung kombiniert genormte metrische Hauptabmessungen mit einer isolierenden Schutzbeschichtung, um Lagerströme an den Kontaktflächen wirksam abzuschirmen.
Dieses Wälzlager kommt vor allem dort zum Einsatz, wo elektrische Spannungen den Schmierfilm und die Laufbahnen beschädigen könnten. Die Außenflächen des Außenrings verfügen über eine isolierende Schicht, die Spannungen von bis zu 1000 Volt standhält. Typische Einsatzgebiete finden sich in drehzahlgeregelten Elektromotoren, Generatoren und Aggregaten mit Frequenzumrichtern. Die Isolierung dient dazu, Elektroerosion, Kraterbildung und frühzeitigem Schmierstoffabbau in der Lagereinheit entgegenzuwirken.
Die Zusatzbezeichnung VL0241 kennzeichnet die elektrische Isolierung des Außenrings, während das Suffix C3 für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft steht. Diese erweiterte Lagerluft kompensiert Maßänderungen, die durch betriebsbedingte Erwärmung oder feste Passungssitze auf Welle und Gehäuse entstehen. Das offene Design ohne integrierte Dichtscheiben erlaubt eine flexible Einbindung in bestehende Schmiersysteme. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig im spezifizierten Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Die Kennzeichnung VL0241 weist auf eine elektrisch isolierende Beschichtung an den Außenflächen des Lageraußenrings hin. Diese Schicht bietet einen Durchschlagsschutz für Gleich- und Wechselspannungen bis zu 1000 Volt. Sie dient dazu, den Fluss parasitärer Ströme von der Welle über die Wälzkörper ins Gehäuse zu stoppen und dadurch Riffelbildung oder Schmiermittelschäden zu vermeiden.
Das Lager besitzt eine Bohrung von 100 mm, einen Außendurchmesser von 215 mm und eine Gesamtbreite von 47 mm. Es entspricht der normalen Toleranzklasse P0 bzw. ABEC 1 und verfügt über einen zylindrischen Außenring ohne Flansch oder Sicherungsnut. Diese Maße erlauben den direkten Einbau in genormte Lagergehäuse nach metrischem Standard.
Die Angabe C3 beschreibt eine Radiallagerluft, die über dem normalen Standardmaß liegt. Sie trägt dazu bei, dass auch bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring ausreichend Betriebsspiel im Lager erhalten bleibt. Insbesondere bei thermischer Belastung oder festen Passungen schützt das C3-Lagerluftfeld vor unerwünschter radialer Verspannung der Bauteile.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Die Komponenten aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) sowie der verbaute Stahlblechkäfig behalten in diesem thermischen Bereich ihre Formstabilität und Tragfähigkeit. Für die thermischen Einsatzgrenzen der gesamten Lagerung ist im praktischen Betrieb zusätzlich die Temperaturbeständigkeit des Schmierstoffs zu beachten.
Offene Wälzlager ohne eigene Dichtscheiben ermöglichen den ungehinderten Austausch von Schmierfetten oder Schmierölen durch ein übergeordnetes Gehäusesystem. Diese Bauform wird gewählt, wenn die Lagerstelle über externe Dichtungen geschützt wird oder eine kontinuierliche Ölumlaufschmierung vorliegt. Gleichzeitig verringert der Verzicht auf schleifende Dichtelemente den Reibungswiderstand während des Laufs.
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