SKF
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Das zweireihige Rillenkugellager 4215 ATN9 von SKF bietet mit 75 mm Bohrung und Polyamidkäfig hohe Tragfähigkeit auf kompaktem Bauraum.
Dieses zweireihige Rillenkugellager 4215 ATN9 verbindet die Geometrie klassischer Rillenkugellager mit zwei Kugelreihen. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nimmt das Wälzlager Radialkräfte sowie Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Mit den Hauptabmessungen 75 mm Bohrungsdurchmesser, 130 mm Außendurchmesser und 31 mm Breite bietet die Konstruktion eine kompakte Bauform für Wellenlagerungen, bei denen die Tragkraft eines einreihigen Lagers nicht ausreicht. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1).
Die Lagerung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo hohe Belastungen bei begrenztem radialem Bauraum vorliegen. Durch zwei parallele Kugelreihen verteilt sich die einwirkende Belastung auf eine größere Anzahl an Wälzkörpern als bei einreihigen Lagern. Typische Bedingungen umfassen Lagerungsstellen mit kombinierten Radial- und Axiallasten in Industrieanwendungen. Da das Lager offen ausgeführt ist, kann die Schmierung über ein Schmierölbad oder eine umliegende Fettschmierung erfolgen.
Das Nachsetzzeichen ATN9 kennzeichnet einen kugelgeführten Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff reduziert das Eigengewicht der rotierenden Komponenten, dämpft Laufgeräusche und unterstützt einen ruhigen Betrieb. Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad. Die normale Radiallagerluft bietet im regulären Betriebszustand ein ausgewogenes Laufspiel ohne erhöhte Reibung. Bei dieser offenen Bauform dient eine externe Gehäuseabdichtung zum Schutz vor Schmutzeintrag.
Mit 75 mm Innendurchmesser (Bohrung), 130 mm Außendurchmesser und 31 mm Breite entspricht das Wälzlager den genormten Hauptabmessungen für zweireihige Rillenkugellager dieser Baugröße.
ATN9 steht für einen Käfig aus Polyamid, der die Kugeln beider Reihen führt. Dieser Werkstoff trägt durch sein geringes Gewicht zu einer hohen Laufruhe bei.
Zwei parallele Kugelreihen vergrößern die Kontaktfläche zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen. Dadurch nimmt das Lager größere radiale und axiale Kräfte auf als ein einreihiges Lager mit identischem Bohrungsdurchmesser.
Der Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad. Diese Spanne wird vorrangig durch den Werkstoff des Polyamidkäfigs vorgegeben, der in diesem Temperaturfenster seine mechanischen Eigenschaften behält.
Als offenes Wälzlager besitzt diese Ausführung weder Deck- noch Dichtscheiben. Für den laufenden Betrieb ist daher eine bauseitige Abdichtung der Gehäuseumgebung sowie eine geeignete Schmiermittelzufuhr mit Schmierfett oder Schmieröl erforderlich.
Ausgeführt mit normaler Radiallagerluft entspricht dieses Modell der Standard-Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1. Es ist damit für reguläre Einbausituationen ohne engere Toleranzanforderungen ausgelegt.
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